Valve wirft das Finanzierungsmodell für The International 2025 über den Haufen. Statt Battle Pass gibt es jetzt Supporter Bundles, die direkt Teams und Talente unterstützen. 80 Prozent der Einnahmen fließen in die Szene zurück – ein System, das ehrlicher ist als die alten Methoden, aber auch zeigt, wie sehr Valve die Community-Finanzierung weiterhin schätzt und für Positives nutzt.
Supporter Bundles statt Battle Pass
Das neue System ist direkter, aber auch komplizierter. Statt einen Battle Pass für alle gibt es verschiedene Bundles von Teams und Talenten. Wer Fnatic unterstützen will, kauft deren Bundle. Wer einen bestimmten Caster mag, nimmt dessen Paket.
Die Inhalte variieren je nach Bundle: exklusive Helden-Skins, Ladebildschirme mit Team-Motiven, Voice Lines von Spielern oder Castern. Viele Items sind limitiert und nur während TI 2025 verfügbar. Das schafft künstliche Knappheit und Sammlerdruck.
Der Vorteil: Teams bekommen direktes Geld von ihren Fans. Der Nachteil: Wer mehrere Teams mag, muss mehrere Bundles kaufen. Das wird schnell teuer und unübersichtlich.
Transparenz mit Haken
80 Prozent der Einnahmen gehen in die Szene – das klingt fair und transparent. Aber es zeigt auch, wie abhängig das TI-System von Community-Käufen geworden ist. Valve finanziert das größte Dota-Event des Jahres hauptsächlich über Fans, nicht aus eigener Tasche.
Das alte Battle Pass-System war intransparent, aber einfacher. Ein Kauf, alle Inhalte, klarer Fortschritt. Die neuen Bundles erfordern mehr Entscheidungen und können verwirren. Nicht jeder Fan will sich Gedanken machen, welches Team er unterstützen soll.
Die 20 Prozent, die bei Valve bleiben, sollen Produktion und Technik decken. Das ist wahrscheinlich zu wenig für ein Event dieser Größe – der Rest kommt aus anderen Quellen.
Fantasy und Predictions ohne Paywall
Das Positive: Fantasy League und Predictions sind kostenlos. Jeder kann virtuelle Teams aus echten Profis zusammenstellen und auf Spielausgänge tippen. Die besten Spieler bekommen Belohnungen wie das limitierte Tyrian-Regalia-Set.
Valve verspricht härteren Kampf gegen Cheater. 75.000 gesperrte Accounts 2024 waren ein Rekord, aber das Problem bleibt. Win Trading, Smurfing und andere Betrugsformen verzerren die Ranglisten und frustrieren ehrliche Spieler.
Die kostenlosen Features sind ein Kompromiss. Wer keine Bundles kauft, kann trotzdem am TI-Hype teilnehmen. Das hält die Community zusammen, auch wenn nicht jeder Geld ausgeben will oder kann.
Was das für die Szene bedeutet
Das neue System macht Teams und Talente direkter abhängig von Fan-Unterstützung. Wer beliebte Bundles verkauft, verdient gut. Wer wenig Fans hat, geht leer aus. Das verstärkt die Ungleichheit in der Szene.
Gleichzeitig bekommen kleinere Teams und Content Creator eine Chance. Wenn ihre Bundles gut ankommen, können sie überraschend viel verdienen. Das alte System bevorzugte bereits etablierte Namen.
Valve reduziert sein finanzielles Risiko und macht die Community zum Hauptfinanzier. Das ist clever für das Unternehmen, aber problematisch für die langfristige Stabilität der Szene. Was passiert, wenn die Fans weniger kaufen?
Das TI 2025 wird zeigen, ob das neue System funktioniert oder ob Valve wieder nachjustieren muss.