FACEIT zieht die Sicherheitsgrenze fester. Ab dem 14. Oktober 2026 wird die Esport-Plattform nur noch Spieler:innen zulassen, die Windows 11 nutzen. Damit geht die letzte Phase ihrer umfassenden Anti-Cheat-Strategie in Kraft – ein Schritt, der vor allem den Schutz der Wettbewerbsintegrität sichern soll.
Abschied von Windows 10
Die Umstellung ist kein Zufall: Der Stichtag fällt exakt auf das Ende von Microsofts erweiterten Sicherheitsupdates für Windows 10. Spieler:innen, die weiterhin auf das alte Betriebssystem setzen, werden danach keine offiziellen FACEIT-Matches mehr bestreiten können. Laut Plattform sei die Migration auf Windows 11 ein notwendiger Schritt, um künftige Anti-Cheat-Technologien stabil und effektiv einsetzen zu können.
„Wir wissen, dass das Aktivieren zusätzlicher Sicherheitsfunktionen lästig sein kann“, heißt es in der Ankündigung. „Aber wir sind überzeugt, dass diese Maßnahmen langfristig allen helfen – für eine sicherere, fairere Wettkampfumgebung.“
Mehr Sicherheit, weniger Schlupflöcher
Parallel zur Betriebssystem-Umstellung führt FACEIT weitere technische Anforderungen ein. Schon ab dem 25. November 2025 müssen alle Nutzer:innen TPM 2.0 und Secure Boot aktiviert haben – Funktionen, die moderne Hardware-Authentifizierung und Systemintegrität gewährleisten. FACEIT zufolge haben bereits über 95 Prozent der Community diese Features aktiv.
Zudem wird die Aktivierung von IOMMU und VBS (Virtualization-Based Security) verpflichtend. Spieler:innen mit einem ELO-Rating über 3.000 mussten diese Einstellungen bereits seit August nutzen, nun folgt der Rollout für alle.
Der Kampf gegen Cheating geht weiter
Die Maßnahmen sind Teil einer klaren Linie: FACEIT will den Cheatern endgültig den Boden entziehen. Schon seit Anfang des Jahres verfolgt die Plattform einen härteren Kurs gegen unerlaubte Tools und manipulierte Accounts. Gleichzeitig investiert FACEIT in Prävention – etwa durch eine enge Zusammenarbeit mit Turnierveranstaltern und das FACEIT Pro League-System, das Nachwuchstalente und Profis unter strengen Fairplay-Regeln vereint.
Das Ziel ist eindeutig: ein Ökosystem, in dem Vertrauen wichtiger ist als Exploits. Mit der verpflichtenden Umstellung auf Windows 11 nimmt FACEIT dabei einen weiteren systemweiten Eingriff in Kauf – und zeigt, dass Fairness in der Esport-Infrastruktur längst zur technischen Frage geworden ist.