Ninjas in Pyjamas hat sein komplettes Line-up für die kommende LPL-Saison vorgestellt – ein Neustart, der zeigt, wie dringend das Team wieder Stabilität sucht. Zwei koreanische Imports führen die Liste an: Toplaner Yoon ‘HOYA’ Yong-ho und Jungler Koo ‘Guwon’ Kwan-mo. Dazu kommt ein erfahrener chinesischer Kern um Midlaner Yang ‘Care’ Jie, ADC Zou ‘Assum’ Wei und Support Wang ‘Zhuo’ Xu-Zhuo. Komplettiert wird das Projekt von Zhou ‘Alley’ Yu als Substitute in der Toplane und Coach Zeng ‘Maizijian’, der ins Team zurückkehrt.
Ein Kader, der Antworten finden muss
Für NIP war die Offseason ein klarer Schnitt. Das Team hat nach einem Jahr voller Aufs und Abs jeden einzelnen Spieler verabschiedet – ein seltener, aber deutlicher Reset für eine Organisation, die sich in China eigentlich viel mehr vorgenommen hatte. 2025 begann noch vielversprechend mit einem soliden Split-1-Run und einer Mischung aus Routiniers und jungen Talenten. Doch der Schwung hielt nicht: ein schwächerer Sommer, ein erneuter Umbau, ein Platz im oberen Mittelfeld, der zu wenig war, und am Ende verpasste NIP die Worlds auf heimischem Boden.
Jetzt versucht das Team, aus Erfahrung und frischer Energie eine funktionierende Mischung zu bauen. Hoya bringt robuste LPL-Erfahrung mit, Care und Assum haben bei FunPlus Phoenix trotz schwieriger Saison oft gezeigt, wie viel Qualität sie tragen können. Zhuo kommt aus einem JDG-System, das zu den konstantesten im Land gehört. Die Frage ist nur, wie schnell sich die neuen Rollen finden und wie Jungler Guwon die Umstellung auf die LPL meistert – sein Weg führt direkt aus T1s Academy über Japan in eine der härtesten Ligen der Welt.
Der erste Härtetest wartet im Dezember
Der neue Kader wird nicht lange im Schatten trainieren. Mitte Dezember steht die Demacia Cup an – ein traditioneller, aber intensiver Jahresabschluss, der für Teams wie NIP meist mehr ist als ein freundliches Warm-up. Wer sich dort gut präsentiert, nimmt Schwung in einen Januar mit, der in der LPL selten weich ausfällt. Für NIP geht es um viel: ein klareres Profil, eine Identität nach Monaten der Umbrüche und das Gefühl, dass dieser Neustart mehr trägt als der letzte.
Die Organisation setzt darauf, dass das Fundament aus Erfahrung und Coaching-Rückkehr diesmal stabiler ist. Der Anspruch bleibt derselbe: aus dem Mittelfeld herausbrechen und wieder ein Team werden, das in einer ausgereiften LPL nicht nur mithalten, sondern auch überraschen kann.