SideQuest schließt drei Standorte

Linda Güster
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SideQuest
Image credit: SideQuest via X

Die Nachricht kam leise über Instagram, aber der Einschlag war trotzdem spürbar: SideQuest macht drei seiner Gaming-Cafés dicht. Elephant Park, Coventry und Canterbury schließen zum 30. November ihre Türen – drei Orte, die für viele nicht nur PC-Plätze und Turnierbühnen waren, sondern kleine Homebases mitten in der Stadt.

Wer in den letzten Monaten in Canterbury war, kennt das Gefühl: 40 PC-Setups brummten, Konsolen liefen im Dauerbetrieb, und in den kleinen Ecken rund um die Racing-Rigs haben sich Teams für Scrims warmgefahren. Dass genau dieses Hub jetzt nach nur einem Jahr wieder verschwindet, trifft die Community besonders hart, weil es so schnell zu einem sozialen Treffpunkt geworden ist.

Räume, die plötzlich fehlen

In ihrem Abschiedspost schreibt SideQuest davon, dass diese Locations nie nur „Gaming Spaces“ waren – und man merkt, wie echt das gemeint ist. Die Nächte mit Worlds-Watchpartys, spontane Flex-Teams, der Moment, in dem Fremde irgendwann zu Stammgästen wurden – das alles verschwindet jetzt an drei Orten auf einmal. Gerade für lokale Esports-Teams, die dort für Turniere gegrindet haben, entsteht ein Loch, das sich nicht so einfach füllen lässt.

Wie geht es weiter?

Nach außen wirkt vieles unklar. Der X-Account ist seit Mitte Oktober still, laufende Eventpläne stehen in der Luft, und mit den Schließungen schrumpft SideQuest von vier auf nur noch einen Standort. Immerhin: Charing Cross bleibt geöffnet und soll laut SideQuest ganz normal weiterlaufen.

Die britische Venue-Landschaft hat es in den letzten Jahren ohnehin schwer gehabt. Nach dem Ende der Belong Gaming Arenas fühlte sich SideQuest wie ein neuer Hoffnungsträger an, der es schafft, Gaming-Cafés wieder als tatsächliche Szene-Orte zu positionieren. Dass jetzt die Hälfte des Netzwerks wegbricht, zeigt, wie fragil solche Projekte immer noch sind.

Für viele bleiben Erinnerungen – an nächtliche Solo-Q-Marathons, an volle Häuser bei Worlds-Finals und an Turniere, in denen man zusammen gezittert, gefeiert oder einfach nur rumgehangen hat. Und genau deshalb trifft diese Nachricht so hart.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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