Wenn eine ALGS zu Ende geht, bleibt nicht nur ein Sieger zurück, sondern auch ein ziemlich ehrliches Bild davon, wie Apex Legends auf höchstem Niveau tatsächlich gespielt wird. Electronic Arts hat nach dem Saisonfinale offengelegt, welche Waffen bei der Apex Legends Global Series Year 5 Championships am häufigsten für Kills gesorgt haben – und das Ergebnis passt erstaunlich gut zum Gefühl, das viele beim Zuschauen hatten.
Gesamtschauplatz war Sapporo, und dort zeigte sich sehr klar, welche Tools Pros wirklich vertrauen, wenn es um alles geht.
R-99 vorneweg, das Meta bleibt ehrlich
Ganz oben steht wenig überraschend die R-99. Über tausend Kills sprechen eine deutliche Sprache. Die SMG ist seit Jahren fester Bestandteil des kompetitiven Arsenals und fühlt sich immer dann richtig an, wenn Kämpfe schnell, eng und gnadenlos entschieden werden. Gerade im Championship-Setting, wo jede falsche Bewegung das Aus bedeuten kann, ist diese Verlässlichkeit Gold wert.
Dahinter folgt mit der G7 Scout eine Waffe, die perfekt zum strukturierten Midgame der ALGS passt. Shields cracken, Druck aufbauen, Positionen erzwingen – und dann den Push sauber abschließen. Dass die Scout fast halb so viele Kills gesammelt hat, zeigt, wie wichtig kontrollierte Vorbereitung in diesen Lobbys ist.
Alte Bekannte, neues Selbstbewusstsein
Spannend wird es beim Blick auf die Alternator. Lange eher belächelt, inzwischen wieder fest im Meta verankert. Die jüngsten Anpassungen haben der Waffe sichtbar gutgetan, und in Sapporo wurde sie nicht nur gespielt, sondern konsequent verwertet. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Metas, das Stabilität über reine Burst-Power stellt.
Auch Waffen wie Triple Take, RE-45 und Volt tauchen regelmäßig in den Händen der Pros auf. Nicht flashy, aber zuverlässig – genau das, was man in einem Match-Point-Finale braucht.
Warum sogar Granaten wichtig wurden
Ein Detail, das besonders hängen bleibt: Sprenggranaten gehören zu den effektivsten „Kill-Tools“ des Turniers. Das sagt viel über die Spielsituationen aus, die die Year 5 geprägt haben. Bunker-Kompositionen mit Wattson, Newcastle oder Caustic zwangen Teams dazu, Raum nicht nur zu erkämpfen, sondern regelrecht freizusprengen. Ordnance war kein Bonus, sondern Teil des Gameplans.
Am unteren Ende der Statistik landen Waffen, die zwar präsent waren, aber kaum abschließen konnten. Bocek, Mozambique und C.A.R tauchten auf, entschieden aber selten Fights. Noch auffälliger ist, wer fehlt: Peacekeeper und 30-30 Repeater. Beide waren in früheren Splits deutlich präsenter, konnten in Sapporo aber nicht denselben Impact entfalten.
Ein Meta, das viel über die Szene verrät
Die Zahlen zeigen kein zufälliges Chaos, sondern ein sehr klares Bild. Die ALGS Year 5 wurde von Kontrolle, Verlässlichkeit und gut vorbereiteten Pushes entschieden. Waffen, die genau das unterstützen, standen im Fokus. Alles andere blieb Beiwerk.
Und genau deshalb sind solche Statistiken mehr als nur Trivia. Sie erzählen, wie Apex Legends auf seinem höchsten Level wirklich funktioniert – und warum sich das Zuschauen manchmal so ruhig anfühlt, bis plötzlich alles explodiert.