Electronic Arts und die Premier League setzen ihre China-Offensive fort. Gemeinsam haben Electronic Arts und die englische Topliga die zweite Ausgabe der ePremier League China angekündigt – ein FC-Mobile-Turnier, das erneut versucht, Profifußball und Chinas Gaming-Kultur enger miteinander zu verzahnen.
Die Finals finden am 10. und 11. Januar in Shanghai statt. Gespielt wird nicht mit klassischen Konsolen-Setups, sondern bewusst auf Mobile, was dem Format eine andere Dynamik gibt als der europäischen Variante der ePremier League.
Von Online-Qualifiers zu Club-Repräsentanten
Der eigentliche Wettbewerb startete bereits im Dezember mit offenen Online-Qualifiers. Aus einem 128-Spieler-Feld setzten sich in mehreren Runden jene 20 Spieler durch, die nun jeweils einen Premier-League-Club im Finale vertreten.
Im Grand Final werden diese Spieler mit Influencern aus Chinas Gaming- und Sportszene gepaart. Das Ergebnis ist ein Hybridformat, das weniger nach klassischem Esport-Turnier aussieht und mehr nach Show-Event mit Wettbewerbscharakter – genau das, was EA und die Premier League in China gezielt pushen wollen.
Bühne, Show und Aktivierungen vor Ort
Auch abseits der Matches soll die ePremier League China erlebbar sein. Der Eintritt für Fans ist kostenlos, flankiert von verschiedenen Aktivierungen rund um EA und die Premier League. Besucher können an Giveaways teilnehmen, Preise gewinnen und sich durch die Eventflächen bewegen – ein Ansatz, der stark auf Reichweite und Community-Erlebnis setzt.
Preisgeldlich bleibt das Turnier überschaubar. Der Sieger nimmt rund 1.500 US-Dollar mit, der Runner-up erhält 1.000 Dollar. Der Fokus liegt klar weniger auf dem Geld und mehr auf Sichtbarkeit, Markenpräsenz und Entertainment.
Ein Baustein in EAs globaler FC-Strategie
Die ePremier League China ist dabei kein Einzelprojekt. Bereits seit ihrem Debüt im Jahr 2021 ist sie die erste ePremier-League-Ausgabe außerhalb Großbritanniens. Parallel dazu laufen weiterhin Tencent-Events rund um FC Online, die regelmäßig große chinesische Organisationen anziehen.
Gleichzeitig blickt EA bereits nach vorne. Neben dem China-Event steht auch die britische ePremier League wieder an, diesmal mit EA Sports FC 26. Dort geht es um deutlich höhere Preisgelder und um direkte Startplätze für die FC Pro World Championship.
China bleibt damit ein strategisch wichtiger Markt – nicht nur für Mobile-Gaming, sondern auch für die langfristige Verankerung der EA-FC-Marke zwischen Esport, Fußball und Popkultur.