Die Esports World Cup Foundation hat erstmals konkrete Details zur Struktur und Qualifikation des neuen Esports Nations Cup veröffentlicht. Im November wird das Turnier in Riyadh ausgetragen und setzt dabei bewusst auf ein Konzept, das sich klar von klassischen Club-Wettbewerben abgrenzt.
Statt Organisationen stehen Nationalteams im Mittelpunkt – mit einem Format, das Vielfalt, Leistung und nationale Identität stärker gewichten soll als reine Markennamen.
16 Titel, vier Wochen, ein klarer Fokus auf Nationen
Die erste Ausgabe des Esports Nations Cup wird über vier Wochen hinweg ausgetragen und umfasst insgesamt 16 Titel. Gespielt wird in einer Mischung aus Team- und Solo-Formaten, die gemeinsam mit den jeweiligen Partnern entwickelt wurden. Zu den bereits bestätigten Partnern zählen Chess.com, SNK und MOONTON Games.
In den Team-Wettbewerben sollen je nach Titel zwischen 24 und 48 Nationen antreten. Die Solo-Turniere fallen deutlich größer aus und sehen Teilnehmerfelder von 32 bis 128 Spielern vor. Pro Titel darf jedes Land nur ein Team stellen, in den Einzelwettbewerben sind maximal zwei Spieler pro Nation erlaubt.
Einladung trifft Open Qualifier
Die Qualifikation teilt sich auf zwei klare Wege auf. Rund die Hälfte der Startplätze wird direkt vergeben, basierend auf den saisonübergreifenden Leistungen von Spielern aus den jeweiligen Ländern. Die übrigen Plätze werden über offene, regionale Online-Qualifiers ausgespielt.
Ein wichtiger Punkt dabei: komplette Rosters einer Organisation dürfen nicht geschlossen als Nationalteam antreten. Die Esports World Cup Foundation will damit verhindern, dass Club-Strukturen einfach umetikettiert werden. Stattdessen sollen die Line-ups auf Leistung, Vielfalt und nationaler Repräsentation basieren.
Für alle Teams und Spieler, die sich bis ins Finale qualifizieren, gilt außerdem eine Mindestgarantie von drei Matches pro Titel – kurze One-and-Done-Auftritte soll es also nicht geben.
Blick nach vorne: rotierendes Konzept
Konkrete Spielpläne, Titel-Liste und Details zu den einzelnen Formaten will die Esports World Cup Foundation in den kommenden Wochen veröffentlichen. Klar ist aber schon jetzt, dass der Esports Nations Cup kein einmaliges Experiment bleiben soll.
Das Event ist als zweijähriges Turnier mit wechselnden Austragungsorten geplant. Ziel ist es, nationale Esports-Strukturen langfristig zu stärken und Ländern eine Bühne zu geben, die im klassischen Club-Ökosystem oft untergehen.
Mit dem Esports Nations Cup geht der Esports World Cup den nächsten Schritt – weg von reinen Organisations-Duellen, hin zu einem Wettbewerb, der Esports stärker als internationalen Vergleich zwischen Nationen inszeniert.