LPL Split 1 startet mit neuem Format und mehr Druck

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Drei Gruppen, klare Hierarchie
  2. Knights Rivals als Nadelöhr
  3. Knockout-Stage mit First-Stand-Tickets
  4. Mehr Championship Points, weniger Ausreden
  5. Fearless Draft bleibt gesetzt
LPL Split 1

Riot Games hat weitere Details zum Start der chinesischen LPL veröffentlicht – und Split 1 fühlt sich mehr denn je wie ein echtes Statement zum Jahresbeginn an. Ab Mitte Januar geht es nicht nur um Momentum, sondern direkt um internationale Tickets. Zwei Plätze für First Stand stehen auf dem Spiel, dazu kommt ein überarbeitetes Gruppenformat und eine deutlich höhere Gewichtung bei den Championship Points.

China macht früh klar: Wer hier schläft, fällt im Jahresverlauf schnell zurück.

Drei Gruppen, klare Hierarchie

Zum Auftakt kehrt die Gruppenphase zurück, allerdings in angepasster Form. Statt 16 Teams sind es diesmal nur noch 14, da FunPlus Phoenix und RNG in dieser Saison nicht antreten. Die Einteilung basiert auf den Ergebnissen des letzten Splits und teilt das Feld in drei Leistungsstufen.

In Group Ascend landen die Topteams der Liga: Anyone’s Legend, Bilibili Gaming, Invictus Gaming, JD Gaming, Top Esports und Weibo Gaming. Hier wird direkt auf hohem Niveau gespielt, denn nur die besten vier schaffen es ohne Umwege weiter.

Group Perseverance bildet das Mittelfeld mit EDward Gaming, Ninjas in Pyjamas, Team WE und ThunderTalk Gaming. Für sie ist der Weg in die Playoffs komplizierter, aber keineswegs verbaut.

In Group Nirvana kämpfen LGD Gaming, LNG Esports, Oh My God und Ultra Prime ums Überleben. Zwei dieser Teams scheiden nach der Gruppenphase direkt aus, für Fehler bleibt hier kaum Raum.

Innerhalb der Gruppen wird im Best-of-Three mit Double-Elimination gespielt. Schon hier trennt sich Spreu von Weizen.

Knights Rivals als Nadelöhr

Nach der Gruppenphase wird es ungemütlich. Die besten vier aus Ascend stehen bereits im Knockout, alle anderen müssen durch die sogenannte Knights-Rivals-Phase. In mehreren Best-of-Five-Serien treffen Teams aus Ascend, Perseverance und Nirvana aufeinander, mit nur wenigen verbleibenden Tickets für die nächste Runde.

Diese Phase ist bewusst brutal angelegt. Sie belohnt Anpassungsfähigkeit, mentale Stärke und Drafttiefe – genau die Eigenschaften, die international zählen.

Knockout-Stage mit First-Stand-Tickets

Am Ende bleiben acht Teams übrig, die im Double-Elimination-Knockout um die zwei internationalen Startplätze kämpfen. Die bestplatzierten Ascend-Teams dürfen ihre Gegner im Upper Bracket auswählen – ein kleines, aber nicht zu unterschätzendes strategisches Detail.

Die beiden Finalisten qualifizieren sich für First Stand, das erste große internationale Event der Saison, das später im Frühjahr offline ausgetragen wird.

Mehr Championship Points, weniger Ausreden

Eine der wichtigsten Änderungen betrifft die Championship Points. Split 1 wiegt deutlich schwerer als zuvor. Der Sieger erhält nun 80 Punkte, statt wie früher nur 20. Auch die restlichen Platzierungen werden spürbar höher belohnt.

Damit wird klar: Split 1 ist kein Warm-up mehr. Wer hier früh punktet, verschafft sich echten Spielraum für den Rest der Saison. Wer zurückfällt, muss später doppelt so hart arbeiten.

Fearless Draft bleibt gesetzt

Auch spielerisch bleibt die LPL experimentierfreudig. Fearless Draft kommt erneut zum Einsatz und verhindert, dass Teams in einer Serie mehrfach auf dieselben Champions zurückgreifen. Vorbereitung, Champion-Pool und Flexibilität werden damit noch wichtiger – gerade in längeren Best-of-Five-Serien.

Mit dem neuen Format, mehr Punkten und direktem internationalen Druck setzt die LPL gleich zu Beginn ein klares Zeichen. Split 1 ist kein Nebenschauplatz mehr, sondern der erste große Filter der Saison. Für China – und für alle, die international mithalten wollen.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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