IEM Kraków: Diese Maps prägten die Play-Ins

Linda Güster
calendar-icon
Inhaltsverzeichnis
  1. Dust II, Mirage und Overpass als sichere Bank
  2. CT-Komfort vs. T-Side-Momentum
  3. Vorbereitung schlägt Risiko
IEM Kraków
Image credit: via pro.eslgaming.com

Die Play-In-Phase der Intel Extreme Masters Kraków ist durch, die acht Teams für die nächste Turnierphase stehen fest. Zeit also, einmal rauszuzoomen und auf das zu schauen, was sich zwischen den Servern fast genauso klar abzeichnet wie auf dem Scoreboard: Map-Prioritäten, Veto-Trends und Side-Balance.

Schon nach den ersten Serien war spürbar, dass viele Teams auf Sicherheit gesetzt haben. Keine Experimente, keine wilden Pocket-Picks – stattdessen vertraute Strukturen, klare Komfortzonen und möglichst wenig Varianz in einem ohnehin nervösen Turnierstart.

Dust II, Mirage und Overpass als sichere Bank

Dust II war der mit Abstand meistgespielte Schauplatz der Play-Ins. Zehn Matches sprechen eine deutliche Sprache und unterstreichen einmal mehr den Status der Map als universeller Wohlfühl-Pick. Wenn es eng wird, wenn man Kontrolle will und keine langen Diskussionen im Veto, landet Dust II fast automatisch auf dem Server.

Mirage und Overpass folgten dicht dahinter mit jeweils neun Einsätzen. Beide Maps stehen seit Jahren für Stabilität, klare Rollenverteilungen und ein Spielgefühl, das Teams selbst unter Druck nicht komplett aus der Bahn wirft. Genau das scheint in der Play-In-Phase entscheidend gewesen zu sein.

Auffällig war dagegen der Umgang mit Inferno. Trotz ihres Klassikers-Status tauchte die Map nur sechsmal auf und wurde extrem häufig direkt gebannt. Ähnlich ging es Nuke und Anubis, die zwar jeweils fünfmal gespielt wurden, aber ebenfalls regelmäßig früh aus dem Draft verschwanden. Ancient blieb das klare Schlusslicht – wenige Einsätze, viele Bans, wenig Vertrauen.

Unterm Strich zeigte sich ein Map-Pool, der bewusst auf Risiko verzichtete. Alles, was als potenziell volatil gilt, wurde eher aussortiert als forciert.

CT-Komfort vs. T-Side-Momentum

Auch bei der Side-Balance zeichnete sich ein klares Bild ab. Overpass und Mirage bestätigten ihren Ruf als CT-freundliche Maps, beide mit einer Defensiv-Winrate von rund 58 Prozent. Gute Utility, saubere Rotationen und strukturierte Midrounds waren hier häufig spielentscheidend.

Dust II kippte ebenfalls leicht in Richtung CT-Seite, trotz der offenen Struktur und der langen Lines. Wer defensiv diszipliniert spielte und frühe Kontrolle übernahm, konnte viele Runden stabil absichern.

Ganz anders präsentierten sich Nuke und Anubis. Beide Maps zeigten einen klaren Vorteil für die Angreifer, mit rund 56 Prozent gewonnenen T-Runden. Gute Timings, saubere Splits und mutige Midround-Calls zahlten sich hier spürbar aus.

Inferno blieb das ausgeglichenste Schlachtfeld der Play-Ins. Exakt fifty-fifty verteilt, entschied hier weniger die Side als vielmehr die Qualität einzelner Executions, Clutches und Moment-Reads.

Vorbereitung schlägt Risiko

Die Play-In-Stage von IEM Kraków war kein Ort für Experimente. Stattdessen dominierten Maps, die Teams kennen, lesen und kontrollieren können. Kein Pick entwickelte sich zum absoluten Must-Have, aber die Richtung war klar: Wer vorbereitet war und seine Basics sauber spielte, kam weiter.

Ob sich das in den kommenden Turnierphasen ändert und Teams mehr Risiko eingehen, bleibt abzuwarten. Für den Einstieg ins Event war Stabilität jedoch klar die wichtigste Währung.

Linda Güster

Journalistin
  • x-icon
  • linkedin-icon
Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
Komplette Bio lesen
ESI Bewertungs System
Wir haben ein spezielles Bewertungssystem entwickelt, welches direkt zeigt, wie gut die einzelnen Glücksspielplattformen wirklich sind. Dank langjähriger Expertise wissen wir, welche Faktoren am wichtigsten sind und testen daher jede Plattform nach der gleichen Methodik. Hierbei bewerten wir jede Plattform anhand der folgenden Kriterien:
  • A-Tier (Silber) Hochwertige Websites, die ein erstklassiges Erlebnis bieten. Sie zeichnen sich durch starke Leistung, nützliche Funktionen und zuverlässigen Support aus. Sie sind fast perfekt.
  • B-Tier (Bronze) Solide Plattformen, die einen Blick wert sind. Sie sind sicher, machen Spaß und sind funktional, verfügen jedoch möglicherweise nicht über erweiterte Funktionen oder weisen kleinere Nachteile auf.
  • S-Tier (Gold) Die absolute Elite. Diese Anbieter gehen weit über den Standard hinaus und bieten lukrative Boni, lohnende Werbeaktionen, blitzschnelle Auszahlungen und insgesamt ein makelloses Erlebnis.
Weitere Informationen darüber, wie wir Glücksspielanbieter bewerten, findet man unter Wie wir Wett- und Casinoseiten bewerten.