PROFEK: Keine Strafe nach Riot-Untersuchung

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Riot zieht eine Linie
  2. Ein Statement, viele Reaktionen
  3. Was der Fall zeigt
PROFEK
Image credit: BBL Esports via X

Ein alter Clip, drei Jahre alt, bringt Dawid „PROFEK“ Święc im Sommer 2025 ins Zentrum einer Debatte. Darin hört man den heutigen VALORANT-Profi in einem Ranked-Match beleidigend, sexistisch und rassistisch sprechen – dazu ein respektloser Kommentar über Atatürk. Der Clip ging viral, vor allem in der türkischen Community, und die Frage stand sofort im Raum: Kann so jemand weiter ungestört auf der Bühne stehen?

Riot zieht eine Linie

Riot leitete eine Untersuchung ein. Am Ende stand ein nüchternes Ergebnis: keine Strafe. Begründung: 2022 war PROFEK kein Profi, nicht Teil einer Liga, der Code of Conduct griff nicht. Aus Sicht von Riot gab es deshalb keine Handhabe. Rein formal war die Sache damit erledigt, doch in der Szene blieb das Gefühl, dass diese Entscheidung mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet.

Ein Statement, viele Reaktionen

PROFEK selbst meldete sich mit einer öffentlichen Entschuldigung. Er sprach davon, dass die Aussagen nicht mehr seinen heutigen Werten entsprechen, dass er Respekt vor Atatürk und der türkischen Community habe. BBL Esports stellte sich hinter ihn. In den Kommentaren zeigte sich aber schnell, wie gespalten die Community ist. Manche sagten: Mit 17 solche Worte benutzen heißt, dass man keine Bühne verdient. Andere betonten, dass Fehler aus der Jugend nicht für immer gelten sollten.

Was der Fall zeigt

Der Vorfall um PROFEK ist mehr als ein Einzelfall. Er macht sichtbar, wie sehr Esport auch von seiner Kultur lebt. Alte Clips verschwinden nicht, sie können jederzeit zurückkommen und Karrieren erschüttern. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob junge Spieler die Chance auf einen Neuanfang verdienen. Riot hat mit seiner Entscheidung eine Grenze gezogen. Doch wie die Szene damit umgeht, bleibt eine offene Diskussion – über Verantwortung, Vergebung und die Werte, für die Esport stehen soll.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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