Ein schwerer Schlag für Estral Esports: Top-Laner Park „Summit“ Woo-tae wurde von Riot Games offiziell vom LTA North Promotion Turnier ausgeschlossen. Der koreanische Spieler soll während einer Match-Verzögerung regelwidrig ein VOD angesehen haben – ein klarer Verstoß gegen Riots Global Code of Conduct.
Der Vorfall und Riots Entscheidung
Schon am 7. Oktober wurde Summit zunächst suspendiert, nachdem Vorwürfe des Cheatings laut geworden waren. Zwei Tage später folgte die Bestätigung: Nach Abschluss der Untersuchung stellte Riot fest, dass Summit Artikel 4.3 des Global Code of Conduct verletzt hatte.
Im offiziellen Statement heißt es, Summit habe „während einer Spielunterbrechung auf eine frühere Spielsituation zugegriffen“. Laut Regelwerk gilt jede Nutzung von Methoden oder Technologien, die einen unfairen Vorteil verschaffen, als Cheating – unabhängig davon, ob sie im oder außerhalb des Spiels stattfindet.
Eine vollständige Disziplinarentscheidung soll laut Riot noch folgen, doch Summit ist mit sofortiger Wirkung für das laufende Turnier gesperrt.
Ersatzspieler und Reaktion von Estral
Für den Rest der Promotion Series wird Alejandro „Shintalx“ Quintanilla die Toplane übernehmen. Trotz des Rückschlags bleibt Estral Esports im Wettbewerb – das Team ist also nicht komplett disqualifiziert.
In einem Statement erklärte die Organisation, sie habe Berufung eingelegt und wolle „weiter für faire Behandlung“ ihrer Spieler und „menschlichere Standards im Event-Management“ eintreten.
Der Kampf um den LCS-Platz geht weiter
Nach der Niederlage gegen Disguised in der Upper Bracket trifft Estral nun in der Lower Bracket auf SDM Tigres. Das Best-of-Five entscheidet, wer gegen Luminosity Gaming um den letzten verbliebenen LCS-Slot spielen darf.
Für Estral ist es eine Bewährungsprobe – nicht nur sportlich, sondern auch in der Frage, wie das Team mit einem Skandal umgeht, der weit über die Rift hinaus Wellen schlägt.