Riot Games hat neue Details zum „Path to Champions“-Programm für 2026 bekannt gegeben – dem System, über das Challengers-Teams den Sprung in die VCT schaffen können. Das Update bringt nicht nur mehr Klarheit über Slots und Qualifikationswege, sondern auch finanzielle Hilfen für teilnehmende Organisationen.
Mehr Chancen für Challengers-Teams
In jeder internationalen VCT-Liga werden künftig vier Teams aus den regionalen Challengers-Leagues in die Stage 2 Playoffs aufsteigen. Jedes qualifizierte Team erhält außerdem ein Stipendium von 75.000 US-Dollar. Damit lassen sich Reisekosten, Visa oder ähnliche Ausgaben decken – ein deutliches Signal, dass Riot den Unterbau seiner Esports-Struktur stärken will.
Für die Americas gilt: Nordamerika und Brasilien stellen je ein Team, während LATAM Nord und Süd gemeinsam einen Slot teilen. Der vierte Platz wird in einem Last-Chance-Qualifier ausgespielt, an dem die Zweitplatzierten aus Nordamerika und Brasilien sowie der unterlegene Finalist aus LATAM teilnehmen.
In EMEA läuft die Vergabe über ein Punktesystem – hier entscheidet die Gesamtleistung der regionalen Ligen über die vier Teilnehmer. Für China sollen die Details zu den Promotionsplätzen noch folgen. In der Pacific-Region qualifizieren sich die besten Teams aus Südostasien, Japan und Korea direkt. Der letzte Slot wird über einen LCQ vergeben, in dem auch Südasiens und Ozeaniens Top-Teams antreten.
Neue Regeln für Akademie- und Affiliate-Teams
Das Regelwerk für teilnehmende Teams wurde ebenfalls überarbeitet. Akademie-Teams dürfen weiterhin antreten, sind aber nicht mehr automatisch vor dem Abstieg geschützt – wer Letzter wird, muss seinen Platz künftig verteidigen.
Affiliate-Teams dagegen sind im Gegensatz zu früher nun voll berechtigt, sich für die VCT zu qualifizieren. Sollte ein solcher Kader tatsächlich aufsteigen, bleibt die Partnerschaft bestehen – allerdings greifen während der Stage-2-Playoffs und des Champions-Rosterlocks die regulären VCT-Beschränkungen.
Altersgrenzen und Professionalität
Riot legt auch beim Alter klare Standards fest: In den Regionen Americas, Pacific und EMEA dürfen Spieler ab 16 Jahren antreten, in China liegt die Grenze bei 18. Damit bleibt das Path to Champions-System zwar offen für Nachwuchstalente, soll aber gleichzeitig sicherstellen, dass alle Teilnehmer unter professionellen Bedingungen spielen.
Mit diesen Anpassungen stärkt Riot Games die Durchlässigkeit zwischen Challengers- und VCT-Struktur – und schafft ein System, das Wettbewerbsvielfalt, Fairness und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellt.