Der StarLadder Budapest Major hat sich seinen Platz in der Counter-Strike-Geschichte gesichert. Mit einem Peak von rund 1,5 Millionen gleichzeitigen Zuschauern zählt das Event inzwischen zu den fünf meistgesehenen CS-Turnieren aller Zeiten – und ist damit der erfolgreichste Major, den StarLadder je veranstaltet hat.
Laut Esports Charts erreichte das Grand Final zwischen Team Vitality und FaZe Clan seinen Höhepunkt bei über 1,55 Millionen Zuschauern. Über die gesamte Laufzeit hinweg kam das Turnier auf 137 Stunden Airtime – eine Zahl, die nicht nur Reichweite, sondern auch Ausdauer widerspiegelt.
Ein Major mit leichter Delle – und trotzdem Rekord
Im direkten Vergleich lag das Zuschauerhoch etwas unter dem des früheren BLAST.tv Austin Majors, der auf rund 1,7 Millionen kam. Dennoch ordnet sich Budapest klar vor anderen Prestige-Events ein und überholt sowohl den Paris Major als auch Shanghai.
Was dabei auffällt: Team Vitality war zwar sportlich das Maß der Dinge, aber nicht das größte Zuschauer-Magnetfeld des Turniers. Diese Rolle übernahm FaZe Clan. Trotz Finalniederlage sammelte die Organisation über den gesamten Event hinweg die meisten Watch Hours und führte die internen Reichweitencharts an.
Vitality tauchte dennoch mehrfach ganz oben auf. Zwei der fünf meistgesehenen Matches des Majors gingen auf das Konto der französischen Organisation, alle mit Peaks jenseits der 1,2-Millionen-Marke. Das spricht weniger für einzelne Ausreißer, sondern für konstant hohe Aufmerksamkeit.
StarLadders größter Moment
Für StarLadder selbst markiert das Budapest Major einen Meilenstein. Noch nie zuvor hatte ein Event des Veranstalters eine solche Spitze erreicht. Der bisherige Höchstwert lag deutlich darunter und stammt aus dem Berlin Major, das viele noch als Referenz in Erinnerung haben.
International bleibt der Stockholm Major zwar unangetastet an der Spitze, doch Budapest reiht sich selbstbewusst dahinter ein und zählt auch im Jahresvergleich zu den meistgesehenen Esports-Events insgesamt.
Der Blick nach vorne
Viel Zeit zum Ausruhen bleibt nicht. StarLadder hat bereits bestätigt, im kommenden Jahr mit einer weiteren Ausgabe der StarSeries zurückzukehren. Acht Teams, ein kompakter Terminplan und ein klarer Fokus auf Qualität statt Quantität sollen an den Schwung aus Budapest anknüpfen.
Dass ein geplantes Frühjahrs-Event gestrichen wurde, zeigt gleichzeitig, wie eng getaktet der Kalender inzwischen ist. Umso deutlicher wird, welchen Stellenwert ein Major mit dieser Reichweite inzwischen hat – für Veranstalter, Teams und die Szene insgesamt.