Fnatic macht den Deckel drauf. Mit der Verpflichtung von Vladimiros ‚Vladi‘ Kourtidis steht das League-of-Legends-Line-up für die neue Saison. Der griechische Midlaner ist der fünfte und letzte Baustein im Roster, das erstmals bei LEC Versus an den Start geht.
Der Timing-Fit passt. Nur zwei Tage zuvor hatte Fnatic bereits Panagiotis ‚Empyros‘ Tantis als neuen Toplaner vorgestellt. Zwei Griechen, ein gemeinsames Kapitel – und eine klare Ansage Richtung Neustart.
Ein Midlaner mit Titel-DNA
Vladi kommt nicht als Wette, sondern mit Referenzen. Die vergangene Saison verbrachte er bei Karmine Corp, gewann dort den Winter Split und stand beim First Stand Turnier im Finale. Kein One-Hit-Wonder, sondern ein Spieler, der weiß, wie sich Druck anfühlt, wenn es zählt.
Für Fnatic ist das wichtig. Das Team war konstant in den Top vier der Liga, aber international blieb am Ende nur Frust. Worlds ohne Sieg, trotz Talent und Erfahrung – ein Makel, der hängen blieb.
Alte Verbindung, neues Umfeld
Spannend ist auch die Geschichte zwischen Vladi und Empyros. Die beiden spielten bereits zusammen bei Riddle Esports, damals noch fernab der großen Bühne. Jetzt treffen sie sich bei einem der traditionsreichsten Namen Europas wieder. Kein Zufall, eher ein bewusstes Wiederaufgreifen einer funktionierenden Achse.
Fnatic setzt damit nicht auf Experimente, sondern auf Chemie. Spieler, die sich kennen. Spieler, die wissen, wie sie gemeinsam arbeiten wollen.
Ein Kader ohne Ausreden
Mit Vladi ist das Puzzle komplett. Neben ihm und Empyros stehen Upset, Razork und Oscarinin im Line-up – Erfahrung auf jeder Position, internationale Routine inklusive. Das Ziel ist klar, auch wenn es niemand laut ausspricht: mehr als nur solide Regular Seasons, mehr als ein frühes Aus auf der großen Bühne.
Der erste Prüfstein kommt schnell. Am 17. Januar startet Fnatic bei LEC Versus gegen Los Ratones. Wer dieses Turnier gewinnt, löst direkt das Ticket für das First Stand Turnier – und setzt früh ein Statement.
Nach einem Jahr zwischen Anspruch und Enttäuschung fühlt sich dieses Line-up wie ein bewusster Reset an. Mit Vladi holt sich Fnatic keinen Hoffnungsträger, sondern einen Spieler, der genau weiß, was es braucht, um oben mitzuspielen.