NRG gewinnt Frag Miami 2, setzt frühes Ausrufezeichen

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Ein neues Line-up, ein schneller Rhythmus
  2. Dominant bis ins Finale
  3. Ein Finale, das alles hatte
  4. Mehr als nur ein kleiner LAN-Sieg
NRG
Image credit: NRGCS via x

Das neue Jahr ist kaum gestartet, da setzt NRG schon ein ziemlich klares Signal. Beim Fragadelphia Frag Miami 2, dem ersten relevanten CS2-LAN der Saison, holt sich die nordamerikanische Organisation den Titel und schlägt im Finale das europäische Team 9INE mit 3:1. Für ein frisch umgebautes Line-up ist das mehr als nur ein netter Warm-up-Erfolg.

Ein neues Line-up, ein schneller Rhythmus

Frag Miami 2 war gleichzeitig das erste große Schaufenster für NRGs neues Roster. Kurz vor Weihnachten hatte die Organisation die Rückkehr von Joshua “oSee” Ohm in die Startformation bekanntgegeben, nachdem sich die Wege mit Zechrie “XotiC” Elshani getrennt hatten. Viel Eingewöhnungszeit gab es nicht – NRG musste direkt liefern.

In der Gruppenphase tat das Team genau das. Siege gegen Kraken Seas und Marsborne reichten, um Group C zu gewinnen und direkt ins Viertelfinale einzuziehen. Dort geriet NRG zunächst ins Straucheln, verlor die erste Map gegen Team Voca, fand dann aber sichtbar besser in die Serie. Dust II ging mit 13:8 an NRG, Train wurde mit einem klaren 13:3 zugemacht – Reverse Sweep, Momentum zurück auf ihrer Seite.

Dominant bis ins Finale

Im Halbfinale wartete mit GamerLegion ein europäischer Gegner, der allerdings kaum Zugriff auf die Serie bekam. NRG spielte das Best-of-Three kontrolliert herunter und zog mit einem glatten 2:0 ins Finale ein. Spätestens da war klar: Dieses Team ist nicht nach Florida gereist, um einfach nur mitzuspielen.

Ein Finale, das alles hatte

Das Endspiel gegen 9INE begann direkt mit einem Marathon. Fünf Overtimes, 48 Runden, am Ende ein 25:23 für NRG – ein Auftakt, der beiden Teams sichtbar alles abverlangte. 9INE antwortete auf Overpass, holte sich dort mit 16:14 den Map-Ausgleich und brachte die Serie wieder auf Anfang.

Doch ab da übernahm NRG zunehmend die Kontrolle. Auf Inferno überzeugte vor allem die Defensive, die Map ging mit 13:7 an die Nordamerikaner. Train wurde dann zur klarsten Angelegenheit des Abends: elf gewonnene Defensivrunden in der ersten Hälfte, zwei saubere T-Runden danach – 13:5, Serie entschieden.

Mehr als nur ein kleiner LAN-Sieg

Neben den 5.000 Dollar Preisgeld nimmt NRG vor allem etwas mit, das langfristig deutlich wichtiger ist: Valve-Regional-Standings-Punkte. Die sorgen dafür, dass NRG sich mit dem Sieg direkt einen Startplatz bei der IEM Krakow sichert, die Ende Januar ansteht.

Für ein Team, das gerade erst sein Line-up neu sortiert hat, ist das ein nahezu idealer Start. Kein Hype-Overkill, kein großes Pathos – aber ein klarer Hinweis darauf, dass NRG in dieser Saison früher relevant sein will als viele vielleicht erwartet haben.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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