Valve zieht kurz vor dem Start von Premier Season Four die Stellschrauben nach – und bringt eine Map zurück, mit der viele nicht mehr gerechnet haben. Anubis ist wieder Teil des Active-Duty-Pools in Counter-Strike 2, während Train nach nur einer Saison schon wieder verschwindet. Parallel dazu läuft Premier Season Three am 19. Januar aus.
Premier Season Three endet am 19. Januar
Mit dem angekündigten Stichtag wird Season Three offiziell abgeschlossen. Wer sich die entsprechende Premier-Medaille sichern will, braucht 25 Wins innerhalb der Saison und eine sichtbare Counter-Strike Rating zum Zeitpunkt des Endes. Klassische Valve-Logik: Spielen reicht nicht, sichtbar sein auch.
Direkt im Anschluss startet Season Four – inklusive angepasstem Map Pool.
Der neue Map Pool für Season Four
Train ist raus, Anubis ist wieder drin. Damit besteht der Premier-Pool künftig aus Ancient, Anubis, Dust II, Inferno, Mirage, Nuke und Overpass.
Gerade die Rückkehr von Anubis sorgt für Diskussionen. In den letzten Monaten galt Cache für viele als naheliegender Kandidat, nicht zuletzt weil Valve sich die überarbeitete Version der Map gesichert hatte. Stattdessen geht es nun zurück in die Wüste – nach rund sechs Monaten Pause.
Warum Anubis – und warum jetzt?
Anubis war im Sommer aus dem Active-Duty-Pool geflogen, um Platz für Overpass zu machen. Die Map hat seit ihrer Einführung einen ungewöhnlichen Weg hinter sich: erst Scrimmage, dann Active Duty, zwischenzeitlich sogar Dust-II-Ersatz. Dass Valve sie nun wieder reinholt, wirkt weniger wie Nostalgie und mehr wie ein bewusstes Gegengewicht zu den sehr etablierten Klassikern.
In der Community fiel die Reaktion entsprechend gemischt aus. Teams kommentierten auf X mit einer Mischung aus Humor und Irritation, andere fragten offen, wo Cache geblieben ist. Überraschend ist der Schritt trotzdem – gerade mit Blick auf den Turnierkalender.
Was das für den Esport bedeutet
Auch wenn es „nur“ den Premier-Modus betrifft: Änderungen am Active-Duty-Pool haben fast immer direkte Auswirkungen auf den Profibereich. Turnierveranstalter orientieren sich in der Regel an Valves Vorgaben, was bedeutet, dass Anubis sehr wahrscheinlich zeitnah auch wieder auf großen Bühnen auftaucht.
Das Timing ist heikel. BLAST Bounty startet bereits Mitte Januar, kurz darauf folgt IEM Kraków. Für Teams heißt das: Prep anpassen, Veto-Strategien neu denken, alte Setups ausgraben – oder komplett neu entwickeln.
Ein kleines Update mit großer Wirkung
Map-Pool-Changes gehören zu den Eingriffen mit dem größten Ripple-Effekt im Counter-Strike-Ökosystem. Sie verändern nicht nur Ranked-Games, sondern auch Trainingspläne, Meta-Entwicklungen und letztlich das Zuschauererlebnis.
Mit Anubis’ Rückkehr setzt Valve ein klares Signal: CS2 bleibt in Bewegung. Ob das Experiment aufgeht oder nur eine Übergangslösung ist, wird sich schnell zeigen – spätestens dann, wenn die ersten Top-Teams wieder ernsthaft auf der Map auftauchen.