Logitech G Pro X2 Superstrike Review: Endlich wieder Innovation

Linda Güster
calendar-icon
Inhaltsverzeichnis
  1. HITS: Wenn ein Klick nicht mehr klickt
  2. Form und Gewicht: Der sichere Klassiker, aber mit neuer Magie
  3. Im Spiel: Der Moment, in dem es klick macht
  4. Software: G HUB, aber diesmal lohnt sich das Rumklicken
  5. Akku und Verbindung: Keine Show, einfach solide
  6. Fazit: Das ist ein echter Sprung, nicht nur ein Refresh
Logitech G Pro X2 Superstrike
Image credit: Logitech G / Picture taken by Linda Güster

Gaming-Mäuse sind heutzutage nicht mehr wirklich ein spannendes Thema. Manche leuchten hübscher als andere. Andere haben besondere Formen. Die Bauweisen sind unterschiedlich, und ja, all das ist natürlich interessant und verändert die Art, wie wir Mäuse wahrnehmen – ich benutze beispielsweise zuhause am PC eine ganz andere Maus als die, die ich auf Geschäftsreisen mitnehme.

Es ist trotzdem schon ewig her, dass ich eine Maus in die Hand genommen habe, bei der ich schon beim ersten simplen Klick dachte: Moment. Da ist irgendwas anders. Nicht einfach „anderes Coating“ anders, sondern dieses unmittelbare Gefühl, dass zwischen Finger und Input plötzlich weniger… Strecke liegt. Als hätte jemand das letzte bisschen Schluckauf aus einem eigentlich perfekten Bewegungsablauf rausgestrichen.

Die Logitech G Pro X2 Superstrike basiert auf der G Pro X Superlight 2, und das merkt man an allem, was man an dieser Reihe seit Jahren feiert: sie ist leicht, sie ist sicher in der Form, sie ist zuverlässig in der Verbindung. Aber die Superstrike ist nicht einfach „mehr vom Gleichen“. Der eigentliche Bruch passiert da, wo bei Gamingmäusen seit Ewigkeiten alles gleich war: beim Klick.

HITS: Wenn ein Klick nicht mehr klickt

Logitech nennt das Ganze HITS, also Haptic Inductive Trigger System. Klingt nach Marketing, ist aber im Kern eine ziemlich klare Idee: Statt klassischer Mikroswitches registriert ein analoger Sensor, wie weit du die Taste wirklich gedrückt hast. Ein haptischer Motor erzeugt dann das Klickgefühl. Du bekommst also diese mechanische Bestätigung zurück, obwohl darunter nichts mehr klassisch „schaltet“.

Das Krasse ist, wie schnell das normal wirkt. Ich hatte erwartet, dass es sich erst mal fremd anfühlt, so ein bisschen wie ein Trackpad, das so tut, als wäre es eine Taste. Aber hier ist es anders: Die Illusion ist überraschend gut, und vor allem ist sie steuerbar. Du kannst einstellen, wie viel Weg die Taste braucht, bis der Klick registriert wird. Im Extremfall sind das gerade mal 0,1 Millimeter. Zum Vergleich: Viele Mäuse liegen eher bei 0,6 Millimetern. Das klingt nach Nerd-Mikrodetail, aber im Spiel ist es genau relevant, weil es das nervige “ABER ICH HAB DOCH GEDRÜCKT”-Thema quasi komplett unterbindet..

Und dann kommt noch Rapid Trigger dazu, als hätte jemand die besten Keyboard-Tricks rübergeschmuggelt. Statt dass Pressen und Loslassen an festen Punkten hängen, reagiert die Maus auf Richtungswechsel. Du kannst also in einem mittleren Bereich des Tastenwegs arbeiten, schnell hoch und runter, ohne jedes Mal auf ein vollständiges Reset zu warten. Für Spiele, in denen du extrem viel click-moven musst, fühlt sich das wie ein Upgrade deiner eigenen Hand an.

Form und Gewicht: Der sichere Klassiker, aber mit neuer Magie

Von außen ist die Superstrike bewusst konservativ. Gleiche Grundform wie die Superlight 2, ein symmetrisches, sanft abfallendes „passt für fast alle“-Design. Ich mag das, weil es nicht versucht, dich zu erziehen. Du greifst sie, und dein Gehirn muss nichts neu lernen. Das ist die Art von Form, die auf LANs, in Bootcamps und in Scrims funktioniert, weil sie niemanden zwingt, plötzlich anders zu spielen.

Logitech G Pro X2 Superstrike
Die Logitech G Pro X2 Superstrike/ Picture taken by Linda Güster

Auch beim Gewicht bleibt Logitech da, wo sie sein wollen. 61 Gramm sind lächerlich wenig für eine Maus, die sich trotzdem stabil anfühlt. Und ja, das ist ein Hauch mehr als bei der Superlight 2, aber in der Hand ist das kein Unterschied, den du bewusst wahrnimmst. Was du wahrnimmst, ist eher diese neue Klick-Dynamik, die den Rest der Maus moderner wirken lässt, als es optisch ist.

Die Haupttasten sind in meinem Fall der Star, aber es gibt einen witzigen Kontrast: Die Seitentasten fühlen sich daneben fast altmodisch an. Nicht schlecht, nicht wackelig, nur plötzlich sehr „klassische Maus“, während vorne gerade die Zukunft passiert.

Im Spiel: Der Moment, in dem es klick macht

Normalerweise testet man Mäuse und denkt erstmal: ja, Sensor gut, Gleiten gut, passt. Bei der Superstrike war’s anders, weil das Klickverhalten sofort in alles reinfunkt, was man im Spiel tut. Ihr wisst, ich bin kein Shooter-Meister. Aber ich habe genug Pro-Matches geschaut um zu wissen, was abgeht, und gerade in Counter-Strike 2 gibt’s diese Situationen, wo zwei Leute gleichzeitig peeken und es sich manchmal so anfühlt, als wäre der Server einen Atemzug schneller bei der anderen Person. Die Superstrike nimmt dir nicht die Mapkenntnis ab und sie macht aus niemandem über Nacht ein Aim-Monster, aber sie gibt dir dieses Gefühl, dass deine Inputs einfach „früher“ da sind. Als ob du nicht gegen die Hardware, sondern nur noch gegen dich selbst spielst.

Was ich auch spannend fand: Ich hatte Angst, dass superkurze Auslösewege im Alltag nerven. Dass du im Browser plötzlich Fehlklicks sammelst, oder beim Arbeiten ständig irgendwas aus Versehen markierst, oder noch schlimmer, beim markieren ausversehen nur die Hälfte passiert. Das ist mir tatsächlich ein paar Mal passiert, aber das ist kein Drama: Trotz aggressiver Settings ist das Ganze erstaunlich kontrollierbar. Wenn du doch merkst, dass du im Alltag lieber ein bisschen mehr Weg willst, dann ist genau das der Punkt: Du kannst dir Profile bauen, die sich wirklich unterschiedlich anfühlen, ohne dass du eine zweite Maus brauchst.

Software: G HUB, aber diesmal lohnt sich das Rumklicken

Ja, es läuft wieder über Logitech G HUB. Und ja, G HUB ist nicht die romantische, schlanke Software, von der man nachts träumt. Aber bei der Superstrike hat es endlich diesen Moment, wo du verstehst, warum du dich da reinsetzen sollst. Du kannst für links und rechts getrennt einstellen, wie früh der Klick auslöst, wie sensibel Rapid Trigger reagiert und wie stark das haptische Feedback sein soll. Das ist absoluter, positiver Wahnsinn.

Was ich richtig gut finde: Du siehst live, wie weit du die Taste drückst. Das klingt klein, ist aber super hilfreich, weil du plötzlich nicht nach Gefühl rätst, sondern wirklich siehst, wie du klickst. Und wenn du das haptische Feedback komplett deaktivierst, passiert etwas sehr Lustiges: Die Maus fühlt sich plötzlich falsch an, fast tot, obwohl sie technisch genauso klickt. Das sagt alles darüber, wie überzeugend Logitech diese künstliche Rückmeldung hinbekommen hat.

Akku und Verbindung: Keine Show, einfach solide

Bei der Verbindung gibt’s keine Experimente. Kabel oder Lightspeed 2,4 GHz, kein Bluetooth. Für die Zielgruppe ist das logisch, weil Bluetooth im Competitive-Kontext eher Ballast ist als Feature. Und beim Akku ist die Maus nah an dem, was man von der Reihe ohnehin kennt. Logitech spricht von rund 90 Stunden, je nachdem, wie stark du die Haptik aufdrehst. In der Praxis ist das Gefühl: Du musst dir keine Sorgen machen, solange du nicht permanent auf Maximum vibrierst und gleichzeitig alles auf Ultra stellst. Für eine Maus, die bei jedem Klick eine haptische Show abzieht, ist das ehrlich gesagt beeindruckend.

Fazit: Das ist ein echter Sprung, nicht nur ein Refresh

Die Logitech G Pro X2 Superstrike ist eine dieser seltenen Hardware-Sachen, bei denen man nicht nur „besser“ behaupten kann, sondern „anders“ fühlt. Der Wechsel weg von klassischen Switches klingt auf Papier wie ein Nerd-Experiment, aber in der Hand wirkt es plötzlich erstaunlich selbstverständlich. Vor allem, weil du den Klick nicht mehr so hinnehmen musst, wie er eben ist, sondern ihn wirklich auf dich trimmen kannst. Schnell und aggressiv fürs Spielen, sicherer und entspannter fürs Arbeiten, ohne dass sich die Maus dabei jemals nach Kompromiss anfühlt.

Natürlich bleibt die Frage, wie viel Geld man für „Klick-Zukunft“ ausgeben will. Aber wenn du viel spielst, wenn du Competitive ernst nimmst, oder wenn du einfach diese seltene Freude an Hardware hast, die nicht nur nachzieht, sondern wirklich vorangeht, dann ist die Logitech Pro X2 Superstrike genau der Moment, wo man merkt: Mäuse sind doch noch nicht auserzählt.

Hinweis zur Transparenz:
Ich habe ein kostenloses Review-Sample von Logitech erhalten – wie es bei vielen meiner Reviews der Fall ist. Das bedeutet: Ich konnte die Hardware vorab ausgiebig testen, ohne sie selbst zu kaufen. Was das nicht bedeutet: dass ich dafür bezahlt wurde oder dass mir jemand vorschreibt, was ich schreiben soll.

Alle Eindrücke, Einschätzungen und Kritikpunkte in diesem Text basieren auf meiner eigenen Erfahrung mit dem Produkt. Ob mir die Hardware gefällt oder nicht, hängt lediglich davon ab, ob sie mich überzeugt, überrascht oder eben auch enttäuscht.

Linda Güster

Journalistin
  • x-icon
  • linkedin-icon
Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
Komplette Bio lesen
ESI Bewertungs System
Wir haben ein spezielles Bewertungssystem entwickelt, welches direkt zeigt, wie gut die einzelnen Glücksspielplattformen wirklich sind. Dank langjähriger Expertise wissen wir, welche Faktoren am wichtigsten sind und testen daher jede Plattform nach der gleichen Methodik. Hierbei bewerten wir jede Plattform anhand der folgenden Kriterien:
  • A-Tier (Silber) Hochwertige Websites, die ein erstklassiges Erlebnis bieten. Sie zeichnen sich durch starke Leistung, nützliche Funktionen und zuverlässigen Support aus. Sie sind fast perfekt.
  • B-Tier (Bronze) Solide Plattformen, die einen Blick wert sind. Sie sind sicher, machen Spaß und sind funktional, verfügen jedoch möglicherweise nicht über erweiterte Funktionen oder weisen kleinere Nachteile auf.
  • S-Tier (Gold) Die absolute Elite. Diese Anbieter gehen weit über den Standard hinaus und bieten lukrative Boni, lohnende Werbeaktionen, blitzschnelle Auszahlungen und insgesamt ein makelloses Erlebnis.
Weitere Informationen darüber, wie wir Glücksspielanbieter bewerten, findet man unter Wie wir Wett- und Casinoseiten bewerten.