Monate nachdem Valve Shanghai als Host-Stadt bestätigt hat, steht jetzt fest, wo Dota 2s größtes Turnier konkret ausgetragen wird. The International geht ins Oriental Sports Center – und damit zurück auf eine Bühne, die in Asien längst Esport-Geschichte geschrieben hat.
16 Teams werden dort um die Aegis of Champions spielen. Kein neues Experiment, kein radikaler Umbruch – sondern eine klassische TI-Struktur mit klarem Fokus auf Wettbewerb und Bühne.
Oriental Sports Center statt Mercedes-Benz Arena
Als The International zuletzt 2019 in Shanghai stattfand, wurde in der Mercedes-Benz Arena gespielt. Dieses Mal zieht das Event ins Oriental Sports Center um. Eine Location, die man kennt. Hier fanden unter anderem die Worlds-Halbfinals von League of Legends 2017 sowie das Perfect World Shanghai Major in Counter-Strike statt.
Shanghai ist für Valve kein Nostalgie-Move, sondern ein strategischer. Asien bleibt eine der wichtigsten Regionen für Dota 2 – sowohl spielerisch als auch kulturell. Dass TI nun erstmals seit 2022 wieder auf asiatischem Boden stattfindet, dürfte das regionale Interesse spürbar ankurbeln.
Format und Zeitplan im Überblick
Das Teilnehmerfeld umfasst 16 Teams. Ein Teil wird direkt eingeladen, der Rest qualifiziert sich über Open und Regional Qualifier.
Die Open Qualifier laufen vom 9. bis 12. Juni, gefolgt von den Regional Qualifiern vom 15. bis 28. Juni. Danach steht das finale Line-up.
Ab dem 13. August beginnt die Swiss-Stage-Gruppenphase. Vier Tage lang kämpfen alle 16 Teams im Swiss-Format um die besten acht Plätze. Nur diese acht ziehen ins Main Event ein.
Dort wartet das klassische Double-Elimination-Bracket – genau das Setting, das TI in den letzten Jahren so unberechenbar gemacht hat. Wer einmal fällt, bekommt noch eine Chance. Wer zweimal fällt, ist raus.
Viewership: Kann TI wieder zulegen?
Die Zuschauerzahlen von The International 2025 waren solide, aber nicht rekordverdächtig. Mit 1,78 Millionen Peak-Viewern war es zwar eines der meistgesehenen Dota-Events des Jahres, doch im globalen Esport-Vergleich blieb der große Ausreißer aus.
Zum Vergleich: Die Ausgabe 2022 in Singapur erreichte rund 1,75 Millionen Zuschauer in der Spitze. Beide Zahlen bewegen sich auf ähnlichem Niveau.
Mit der Rückkehr nach Asien stellt sich die Frage, ob Shanghai wieder für einen Viewership-Schub sorgt. Dota lebt von Storylines, von Underdog-Runs und von der Aura der Aegis. Das Venue steht jetzt fest. Das Format ist klar.
Was noch fehlt, sind die Teams – und die Geschichten, die sie im August schreiben werden.