Marvel Rivals zieht Tausende Spieler in seinen Bann, aber die Community ist nicht so glücklich. Manipuliert das Matchmaking unsere Win Rate oder nicht? Viele werfen den Entwicklern EOMM vor – Engagement-optimiertes Matchmaking, das uns gezielt bei 50 Prozent hält. Die Macher dementieren alles. Aber warum fühlt es sich dann trotzdem so mies an, wenn man fünf Matches in Folge verliert? Zeit für Klartext.
Das Matchmaking-System ist komplizierter als gedacht
Marvel Rivals nutzt scorebasiertes Matchmaking wie andere kompetitive Spiele auch. Dein Wettbewerbsscore steigt bei Siegen, sinkt bei Niederlagen. So weit, so normal. Aber dahinter steckt mehr.
Nach jedem Match bekommst du zwei Werte: Base Points für deine Gewinnchance gegen die Gegner und Performance Points für deine persönliche Leistung pro zehn Minuten. In unteren Rängen zählt deine Performance mehr, oben werden die Base Points wichtiger.
Das System will faire Teams zusammenstellen, schafft es aber nicht immer. Gerade zu Randzeiten oder in kleineren Regionen trifft man auf Teams, die eigentlich nicht zusammengehören. Das erklärt manche Horrormatches.
Rollenchaos macht alles schlimmer
Marvel Rivals hat keine feste Rollenzuteilung im Matchmaking. Klingt flexibel, sorgt aber für Probleme. Spieler probieren neue Helden in Ranked-Matches aus – oft zum ersten Mal. Du kriegst dann Teams, wo einer seine Hauptrolle perfekt spielt, aber der andere zum ersten Mal Healer versucht.
Das System matchte nach Durchschnittswerten, aber individuelle Schwächen bleiben unsichtbar. Daher kommen diese Matches, wo ein Team komplett dominiert, obwohl die Ränge ähnlich sind.
EOMM-Vorwürfe und warum sie nicht ganz von der Hand zu weisen sind
EOMM soll Spieler bei etwa 50 Prozent Win Rate halten – genug Siege, um motiviert zu bleiben, aber auch Niederlagen, damit sie nicht aufhören zu spielen. Viele Spieler haben das Gefühl, genau das zu erleben: Siegesserie, dann Absturz, dann wieder Siege.
Die Marvel Rivals-Entwickler sagen klar: „Nutzen wir nicht.“ Das Matchmaking richte sich nur nach Leistung, nicht nach Engagement-Optimierung. Gewinn- und Verlustserien seien natürlich und entstünden durch Spielerzahlen und Teamzusammensetzung.
Ob man das glaubt, ist eine andere Frage. Die Erfahrungen vieler Spieler sprechen eine andere Sprache, auch wenn die Entwickler transparent kommunizieren.
Community ist skeptisch, Entwickler reagieren
Die Spieler bleiben misstrauisch, trotz aller Erklärungen. Zu oft fühlen sich Matches unfair an, zu oft passt das Timing von Sieges- und Verlustserien zu gut zu den EOMM-Theorien.
Die Entwickler reagieren mit regelmäßigen Updates und Erklärungen. Sie versprechen Verbesserungen am System, neue Rollen für mehr Vielfalt und bessere Balance in kleineren Regionen. Community-Feedback wird ernst genommen.
Tipps der Community für fairere Matches: Feste Teams bilden, in Stoßzeiten spielen, Training für bessere Performance Points. Hilft alles etwas, ändert aber nichts am Grundproblem.
Sicher ist: Das Spiel macht Spaß, das Matchmaking ist nicht perfekt, und die Diskussion geht weiter. Wer Marvel Rivals spielt, muss damit leben, dass manchmal alles stimmt und manchmal gar nichts. Wie bei jedem anderen kompetitiven Spiel auch.