Wenn Forbes ruft, hört die Welt zu – vor allem, wenn’s um junge Macher:innen geht, die ihre Branche schon vor dem 30. Lebensjahr umkrempeln. 2025 hat es gleich zwei aus dem Gaming-Kosmos erwischt: Giniro und TheGrefg stehen jetzt offiziell auf der Forbes 30 Under 30-Liste. Nicht nur verdient – sondern auch ein starkes Signal für eine Branche, die längst viel mehr ist als nur Spielerei.
Wer steckt dahinter? Zwei Wege, ein Ziel
Zwei Persönlichkeiten, zwei Karrieren – aber beide mit einer klaren Botschaft: Gaming ist nicht mehr Nebensache. Es ist Bühne, Stimme, Business. Giniro als Moderatorin und Sprachrohr, TheGrefg als Streamer und Unternehmer – beide zeigen, wie viel möglich ist, wenn man das Medium ernst nimmt.
Giniro: Sprachrohr, Role Model, Gamechangerin
Keltoum Baddaje aka Giniro hat im eSport genau da reingefunden, wo oft noch zu wenige sichtbar sind. Als freiwillige Helferin gestartet, heute vor der Kamera bei League of Legends, VALORANT oder Rainbow Six. Sie ist nicht nur stark am Mikro – sie ist auch die erste arabische Frau, die im internationalen eSport moderiert. Und das nicht als nette Randnotiz, sondern als wichtige Stimme für Diversität, Repräsentation und Sichtbarkeit.
Was sie ausmacht? Ein gutes Gespür für Atmosphäre, Klartext ohne Klischees – und der Mut, Themen wie Chancengleichheit nicht nur zu erwähnen, sondern aktiv zu gestalten.
TheGrefg: Streaming-Gigant mit Business-Drive
David “TheGrefg” Martínez kennt man in Spanien wie hierzulande Influencer-Größen. Über 30 Millionen Follower über alle Kanäle hinweg – und einen Twitch-Rekord, den ihm so schnell niemand nimmt: über 2,4 Millionen gleichzeitige Zuschauer bei einem einzigen Livestream. Weltrekord. Punkt.
Aber Grefg ist mehr als Zuschauerzahlen. Er hat mit Team Heretics ein eigenes eSport-Team gegründet, einen eigenen Fortnite-Skin bekommen, und weiß ganz genau, wie Community, Marke und Geschäft zusammengehören. Er ist der Beweis dafür, dass man aus Gaming eine Marke bauen kann – aus dem Kinderzimmer direkt in den Forbes-Olymp.
Warum das so wichtig ist – auch über die beiden hinaus
Die Forbes-Liste ist kein Gaming-Award. Sie holt Persönlichkeiten aus Business, Wissenschaft, Medien, Sport – und jetzt eben auch eSport – ins Rampenlicht. Das bedeutet: Gaming wird nicht nur gefeiert, sondern wirtschaftlich und gesellschaftlich anerkannt.
Das verändert die Spielregeln:
- eSport wird sichtbarer – in Wirtschaft, Medien, Politik.
- Diversität wird zum echten Thema, nicht zur Deko.
- Junge Gründer*innen werden ernster genommen – und kriegen eher Funding, Reichweite, Chancen.
Und ganz ehrlich: Es ist längst überfällig.
Mehr als Vorbilder: Türen auf für die nächste Generation
Was Giniro und TheGrefg zeigen: Gaming ist Karriere, Plattform, Ausdrucksmittel. Ihre Geschichten sind greifbar, modern, echt. Sie inspirieren nicht nur die „üblichen Verdächtigen“, sondern gerade auch die, die sich sonst vielleicht nicht trauen: Mädchen, Kids mit Migrationsgeschichte, introvertierte Talente. Forbes verleiht ihrer Reichweite noch mehr Gewicht.
Wer Gaming liebt, sieht jetzt klarer: Das hier kann ein Job sein. Eine Plattform. Oder sogar beides.
Diversität trifft Unternehmertum: So sieht Zukunft aus
Was beide eint: Sie machen ihr Ding – und zwar sichtbar. Giniro spricht offen über Herkunft, Hürden und Haltung. TheGrefg baut Marken, denkt digital und vernetzt sich smart mit der Community. Beide zeigen: Diversität ist kein Buzzword. Sie ist Voraussetzung für Innovation.
Und sie zeigen auch: Man kann auf Twitch groß werden – und trotzdem strategisch denken, Teams aufbauen, Geld verdienen, andere fördern. Gaming ist kein Ausweg. Es ist ein Einstieg.