Twisted Minds ist Overwatch-Champion: Die OWCS 2025 liefert ein Finale wie aus dem Bilderbuch

Ben Touati
Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Voller Drehungen und Wendungen
  2. Twisted Minds findet die perfekte Antwort
  3. Eine Bühne, die dem Finale gerecht wurde
  4. Fazit

Was für ein Abend in Stockholm. Die Overwatch Champions Series (OWCS) World Finals 2025 haben gestern – am 30. November – auf der DreamHack Stockholm das globale Saisonfinale ausgetragen, und wir waren selbst mitten im tosenden Hall-B-Publikum der Stockholmsmässan.

Das Ergebnis: Twisted Minds schreibt eine dieser Geschichten, die sich anhören, als wären sie von einem Hollywood-Writers’ Room in der „es ist Act-Three-Showdown-Zeit“-Phase skizziert worden.

Der Weg ins Finale begann bereits am 26. November, zunächst noch im geschlossenen Setting der DreamHack Studios. Von dort aus kämpfte sich das Teilnehmerfeld auf die große Bühne der DreamHack Stockholm am 28. November, bevor die besten Teams am Sonntagabend in einer Halle standen, die zugleich nach Popcorn, Adrenalin und „bitte lass meine Lieblings-Comp funktionieren“ roch.

Voller Drehungen und Wendungen

Das Teilnehmerfeld war eine Mischung aus bekannten Marken und Mannschaften, die längst gezeigt haben, dass Ostasien, EMEA und die MENA-Region auf Augenhöhe spielen. Crazy Raccoon, Al Qadsiah, Twisted Minds, Team Falcons, T1 und Weibo Gaming sorgten für ein Wochenende mit sehr wenigen klaren Vorhersagen.

Bereits die Upper Semifinals zeigten, dass wir keine klassischen David gegen Goliath Geschichten bekommen würden. Al Qadsiah setzte sich 3:1 gegen Crazy Raccoon durch und Twisted Minds fertigte Team Falcons mit 3:0 ab.

Crazy Raccoon und Team Falcons mussten anschließend den Weg durch das Lower Bracket antreten und beide übernahmen dort sofort die Kontrolle. Crazy Raccoon schlug T1 mit 3:0. Team Falcons erledigte Weibo Gaming ebenfalls mit 3:0.

Das anschließende Aufeinandertreffen der beiden Teams im Lower Semifinal wurde zu einem intensiven Schlagabtausch, der das Publikum in Hall B akustisch auf MCU-Endbattle-Niveau brachte. Am Ende gewann Crazy Raccoon mit 3:2.

Twisted Minds findet die perfekte Antwort

Die Upper Final Niederlage gegen Al Qadsiah mit 1:3 hätte viele Teams demoralisiert. Twisted Minds wirkte jedoch eher so, als wären sie damit in einem besonders spannenden Story Arc gelandet. Das Team besiegte Crazy Raccoon im Lower Final mit 3:1 und holte sich damit das Rematch im Grand Final.

Im Finale legte Al Qadsiah los und holte die erste Map. Danach folgte jedoch ein Momentum-Shift, der beinahe unaufhaltsam wirkte.

Twisted Minds gewann vier Maps in Folge mit einer Mischung aus starker Koordination, cleverem Ult-Management und dem Gefühl, dass jeder Spieler exakt wusste, wie der nächste Fight aussehen musste. Die Serie endete 4:1 und der Jubel in Hall B war entsprechend laut.

Eine Bühne, die dem Finale gerecht wurde

Vor Ort zeigte sich erneut, wie viel Energie ein Live Event transportieren kann. Hall B vibrierte im Controller-Rumble-Modus bei jedem Teamfight. Die Co-Streamer lieferten dem weltweiten Publikum eine Mischung aus Analyse und impulsiver Begeisterung, die perfekt zu den schnellen Matchups passte.

Blizzard stellte außerdem digitale Zuschauerrewards bereit. Wer den offiziellen Stream verfolgte, konnte Home und Away Skins für Brigitte, Torbjörn, Wuyang, D.Va, Ana und Hazard freischalten. Diese Drops gehören inzwischen zum Overwatch Esports Standard und sorgten für Furore unter den Fans.

Rewards (Bildrechte: Blizzard Entertainment)

Fazit

Twisted Minds hat in Stockholm eine der klassischen Esports-Geschichten geliefert. Erst der Rückschlag, dann der Kampf durch das Lower Bracket, dann der Triumph.

Für das Overwatch Ökosystem ist dieser Sieg ein Zeichen dafür, dass der Wettbewerb 2025 so lebendig ist wie seit Jahren nicht mehr. Und für uns vor Ort wurde es ein Abend, der erneut gezeigt hat, dass Overwatch auf der großen Bühne immer noch eine einzigartige Kraft besitzt.

Ben Touati

Autor
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Ben Touati schreibt über Esports, Games und digitale Welten – mit einem Blick, der zwischen analytischem Tiefgang und nerdiger Begeisterung pendelt. Sein Background in Linguistik verleiht ihm ein feines Gespür für Sprache, Struktur und die kleinen Nuancen, die große Geschichten tragen. Ob aktuelle Entwicklungen im kompetitiven Gaming, neue Trends oder Arnold Schwarzeneggers Englisch: Ben liefert Einordnungen mit Substanz – immer durchzogen von Popkultur-Referenzen, filmreifen Metaphern und dem leisen Verdacht, dass das alles irgendwie mit Buffy the Vampire Slayer und Watchmen zu tun hat.
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