Epic Games stellt sich im Esports-Bereich personell neu auf. Mit Christopher Scroggins übernimmt ein Branchenkenner die Rolle des Esports Coordinators und rückt damit genau dort ins Zentrum, wo Epic zuletzt spürbar Tempo aufgenommen hat: Partnerschaften, Drittanbieter-Strukturen und nachhaltige Wettbewerbsmodelle.
Ein Wechsel mit Wirkung
Scroggins kommt nach sechs Jahren als CEO und Mitgründer von EDGE zu Epic. Dort arbeitete er vor allem an der Schnittstelle zwischen Esports und nicht-endemischen Marken sowie Bildungsinstitutionen – also genau an dem Punkt, an dem Esports vom Szeneprojekt zur professionellen Infrastruktur wird. Bei EDGE übernimmt künftig Mitgründer Zach Harrington das operative Tagesgeschäft.
In seiner neuen Rolle soll Scroggins Epics B2B-Strategie unterstützen und bestehende Kooperationen mit externen Partnern weiterentwickeln. Es geht weniger um einzelne Turniere, sondern um das große Ganze: Wie Esports-Ökosysteme wachsen, stabil bleiben und für neue Akteure attraktiv werden.
Epic setzt weiter auf starke Drittpartner
Der Zeitpunkt der Ernennung ist kein Zufall. Epic hat zuletzt mehrere Weichen gestellt, um seine Esports-Titel breiter aufzustellen. Dazu zählt die mehrjährige Partnerschaft mit der Esports World Cup Foundation, durch die Fortnite und Rocket League Teil eines globalen Multi-Title-Events wurden.
Parallel dazu wurde auch die Zusammenarbeit mit BLAST verlängert. BLAST bleibt damit Operator der Fortnite Championship Series, die weiterhin zu den höchstdotierten Battle-Royale-Ligen gehört. Epic selbst tritt dabei bewusst nicht als klassischer Turnierveranstalter auf, sondern als Plattform, die Partner befähigt.
Ein arbeitsreiches Jahr für Epics Esports-Titel
Neben der FNCS investiert Epic weiter in alternative Formate. Die Fortnite Mobile Series wird zusätzlich finanziert, während die Rocket League Championship Series mit globalem Kalender und LAN-Stopps konstant präsent bleibt. Über alle Titel hinweg zeichnet sich ein klarer Trend ab: weniger Insellösungen, mehr vernetzte Strukturen.
Mit Scroggins holt Epic nun jemanden ins Team, der genau diese Art von Aufbau kennt – und der weiß, wie man Esports für Marken, Veranstalter und neue Zielgruppen zugänglich macht. Es ist ein leiser, aber strategisch wichtiger Schritt, der zeigt, wie ernst Epic den langfristigen Ausbau seiner Wettbewerbslandschaft nimmt.