League of Legends bekommt ein neues, ungewohntes Setting. Die Esports World Cup Foundation hat bestätigt, dass LoL einer von 16 Titeln im ersten Esports Nations Cup sein wird – einem Turnier, das nicht Organisationen, sondern Nationalteams ins Rampenlicht stellt.
32 Länder treten vom 21. bis 29. November gegeneinander an. Mit Play-Ins, Gruppenphase und Playoffs. Und mit einem Gesamtpreisgeld von 1,5 Millionen Dollar.
Drei Phasen bis zum Titel
Der Wettbewerb startet mit den Play-Ins. 24 Teams werden in vier Gruppen mit jeweils sechs Nationen eingeteilt. Gespielt wird im Double-Round-Robin-Format, alle Matches als Best-of-One. Die besten zwei jeder Gruppe ziehen weiter.
In der Gruppenphase stehen dann 16 Teams. Vier Gruppen, Best-of-Three-Serien, klassisches Round-Robin. Wieder kommen die jeweils zwei stärksten Nationen weiter.
Die Playoffs werden im Single-Elimination-Bracket ausgespielt. Best-of-Three bis zum Finale, das als Best-of-Five entschieden wird. Ein kompaktes, aber klar strukturiertes Format, das auf internationale Vergleichbarkeit setzt.
Einladung über nationales Ranking
16 Teams werden direkt eingeladen. Grundlage ist ein neu entwickeltes Nationalranking, das auf Ergebnissen aus offiziellen Riot-Wettbewerben basiert.
Clubs sammeln Punkte über ihre Platzierungen. Diese Punkte werden gleichmäßig auf die Spieler verteilt, die aktiv am Wettbewerb teilgenommen haben. Für das Nationalranking zählen dann die fünf punktstärksten Spieler des jeweiligen Landes, die im finalen Kader gemeldet sind. Zwei Substitute sind erlaubt.
Wichtig ist auch die Club-Regel: Maximal drei Spieler dürfen aus derselben Organisation stammen. Ein Land wie Südkorea könnte also nicht einfach ein komplettes T1-Lineup nominieren.
Stichtag für die Rangliste ist der 14. Juni – also nach den Spring Splits, aber vor dem Mid-Season Invitational, das am 27. Juni in Daejeon beginnt.
Qualifier rund um die Welt
Die übrigen 16 Plätze werden größtenteils über regionale Online-Qualifier vergeben. Die Slot-Verteilung ist klar definiert:
Nordamerika, Südamerika, Europa West, Europa Ost, Südostasien + Ozeanien, Asien sowie Middle East + Africa erhalten jeweils zwei Startplätze.
Die Online-Qualifier laufen vom 19. bis 21. Juni im Double-Elimination-Format. Pro Nation qualifiziert sich das bestplatzierte Roster, bis die jeweilige Slot-Zahl erreicht ist. Zusätzlich gibt es zwei Wildcard-Plätze, deren Vergabe noch offen ist.
Mit der Aufnahme von League of Legends unterstreicht die Foundation, wie ernst sie das Projekt meint. Erst kürzlich wurde eine Investition von 45 Millionen Dollar in die Branche angekündigt, davon 20 Millionen allein für Preisgelder.
Der Esports Nations Cup wird damit nicht nur sportlich interessant, sondern auch politisch im Esport-Kontext. Statt Orga-Logos stehen Flaggen im Fokus. Und genau das dürfte die Dynamik auf der Bühne noch einmal verändern.