New York verklagt Valve wegen Lootboxen

Linda Güster
calendar-icon
Inhaltsverzeichnis
  1. Lootboxen als Glücksspiel
  2. Der Wert digitaler Skins
  3. Zieht Valve sich bereits zurück?
Valve
Image credit: via wikipedia.com

Valve steht in den USA unter Druck. Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James hat Klage gegen den Publisher eingereicht. Der Vorwurf: Valve fördere illegal Glücksspiel über Videospiele – konkret genannt werden Counter-Strike 2, Dota 2 und Team Fortress 2.

Die Klage wurde am 25. Februar eingereicht und basiert auf einer Untersuchung des Attorney General’s Office.

Lootboxen als Glücksspiel

Im Zentrum stehen bezahlte Lootbox-Mechaniken. Laut Klageschrift ermutigen mehrere Valve-Titel Spieler dazu, Geld für zufällige Belohnungen auszugeben – mit der Chance auf besonders wertvolle Items.

James will laut eigener Aussage „Valve dauerhaft daran hindern, Glücksspiel-Funktionen in seinen Spielen zu fördern, unrechtmäßig erzielte Gewinne einziehen und Geldstrafen verhängen“.

Besonders kritisch sieht die Klage, dass Spieler Items aus Lootboxen auf Drittplattformen weiterverkaufen können – teilweise gegen echtes Geld.

Unterstützt wird die Argumentation durch Studien, die Lootboxen mit problematischem Glücksspielverhalten in Verbindung bringen. Die American Psychiatric Association wird mit der Aussage zitiert, dass Glücksspielstörungen das höchste Suizidrisiko unter den Suchtformen aufweisen. Besonders Kinder und junge Erwachsene seien anfällig.

James schrieb auf Social Media: „Valve hat Milliarden verdient, indem es Kindern und Erwachsenen erlaubt hat, illegal zu spielen, um wertvolle virtuelle Preise zu gewinnen. Diese Funktionen sind süchtig machend und schädlich.“

Der Wert digitaler Skins

Lootboxen funktionieren über Zufallsmechanismen mit festgelegten Wahrscheinlichkeiten. Manche Items sind extrem selten – und entsprechend begehrt.

Gerade im Counter-Strike-Ökosystem erzielen bestimmte Skins auf dem Steam Marketplace oder Drittplattformen vier- bis fünfstellige Beträge. Diese wirtschaftliche Dimension spielt in der juristischen Bewertung eine zentrale Rolle.

Zieht Valve sich bereits zurück?

Interessant ist der Zeitpunkt der Klage. Bereits im Herbst wurde mit dem Show-Off-Update in Counter-Strike 2 das sogenannte Genesis Uplink Terminal eingeführt.

Statt Kisten und Schlüssel zu kaufen, können Spieler dort aus mehreren Skins auswählen und sie zu einem festen Preis erwerben. Das System umgeht klassische Lootbox-Mechaniken – insbesondere in Ländern wie den Niederlanden, Belgien oder Frankreich, wo diese bereits eingeschränkt sind.

Zudem ist Valve in den vergangenen Monaten verstärkt gegen Drittanbieter-Websites vorgegangen, die Skin-Gambling oder Case-Opening betrieben haben. Auch die Turnier-Regularien wurden angepasst, sodass Organisatoren und Teams solche Plattformen nicht mehr auf Jerseys oder in Broadcasts bewerben dürfen.

Eine offizielle Stellungnahme zur Klage steht bislang aus.

Sollte das Verfahren weiter Fahrt aufnehmen, könnte es weitreichende Folgen für digitale Monetarisierungsmodelle im Gaming haben – nicht nur für Valve, sondern für die Branche insgesamt.

Linda Güster

Journalistin
  • x-icon
  • linkedin-icon
Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
Komplette Bio lesen
ESI Bewertungs System
Wir haben ein spezielles Bewertungssystem entwickelt, welches direkt zeigt, wie gut die einzelnen Glücksspielplattformen wirklich sind. Dank langjähriger Expertise wissen wir, welche Faktoren am wichtigsten sind und testen daher jede Plattform nach der gleichen Methodik. Hierbei bewerten wir jede Plattform anhand der folgenden Kriterien:
  • A-Tier (Silber) Hochwertige Websites, die ein erstklassiges Erlebnis bieten. Sie zeichnen sich durch starke Leistung, nützliche Funktionen und zuverlässigen Support aus. Sie sind fast perfekt.
  • B-Tier (Bronze) Solide Plattformen, die einen Blick wert sind. Sie sind sicher, machen Spaß und sind funktional, verfügen jedoch möglicherweise nicht über erweiterte Funktionen oder weisen kleinere Nachteile auf.
  • S-Tier (Gold) Die absolute Elite. Diese Anbieter gehen weit über den Standard hinaus und bieten lukrative Boni, lohnende Werbeaktionen, blitzschnelle Auszahlungen und insgesamt ein makelloses Erlebnis.
Weitere Informationen darüber, wie wir Glücksspielanbieter bewerten, findet man unter Wie wir Wett- und Casinoseiten bewerten.