Fünf Jahre lang war TSM ein fester Bestandteil der VALORANT-Szene, jetzt ist Schluss. Die nordamerikanische Organisation hat offiziell bestätigt, dass sie sich aus dem Shooter zurückzieht – trotz eines starken Laufs bei den Ascension Americas.
Ein Abschied nach vielen Versuchen
TSM war von Anfang an dabei. 2020, als VALORANT noch frisch war, startete das Team mit einer Line-up aus ehemaligen Counter-Strike-Profis in die ersten Turniere – und setzte schnell ein Ausrufezeichen in Nordamerika. Doch über die Jahre blieb der ganz große Durchbruch aus. Immer wieder kämpfte sich TSM durch die Challengers-Circuits, immer wieder mit dem Ziel, endlich im VCT anzukommen.
In der Mitteilung zum Ausstieg bedankte sich die Organisation bei Riot Games, den ehemaligen Spielern und ihren Fans. Es sei eine Entscheidung gewesen, die man nicht leichtfertig getroffen habe, hieß es. Aber nach fünf Jahren im Spiel sei es Zeit für einen Neuanfang – ohne VALORANT.
Ein starkes, aber finales Jahr
Ironischerweise verabschiedet sich TSM ausgerechnet nach einer der erfolgreicheren Phasen der letzten Jahre. Beim VCT Ascension Americas erreichte das Team im Oktober das Grand Final und belegte den zweiten Platz. Nur eine Serie trennte sie von der Rückkehr in die oberste Liga. Zuvor hatte die Mannschaft bereits die Challengers North America Stage 3 gewonnen – ein Erfolg, der viele Fans hoffen ließ, TSM könne wieder an alte Stärke anknüpfen.
Trotzdem blieb es beim letzten Anlauf. In der Abschiedsbotschaft sprach die Organisation davon, dass „kein sofortiges Comeback in Sicht“ sei.
Ein Wandel in der Szene
Der Rückzug kommt zu einer Zeit, in der sich die Strukturen von VALORANT stark verändern. Riot Games hat neue Regeln eingeführt, um mehr Aufstiegsmöglichkeiten für Teams zu schaffen, und das Game Changers-Programm weiter ausgebaut. Trotzdem ziehen sich viele etablierte Organisationen aus der zweiten Liga zurück, um ihre Ressourcen anders zu bündeln.
TSM bleibt in anderen Spielen aktiv – etwa in Apex Legends, Halo oder Rocket League – und hinterlässt in VALORANT eine Lücke, die nicht so schnell gefüllt wird. Ein Abschied mit Gewicht, vor allem für eine Szene, die in Nordamerika ohne diesen Namen ein Stück ihrer Identität verliert.