Der Abschied von RENNSPORT R1 hätte ein Rückzug sein können. Stattdessen macht Team Vitality das Gegenteil.
Die französische Organisation hat bekräftigt, dass sie am Sim Racing festhält – und den Fokus nun auf die ERL VCO-Meisterschaft sowie den Ausbau einer eigenen Sim-Racing-Division legt.
Kontinuität statt Rückzug
Die bisherigen Fahrer, die zuletzt in RENNSPORT R1 antraten, bleiben unter dem Banner von Vitality aktiv. Sie sollen weiterhin bei hochkarätigen Online- und Offline-Events weltweit starten.
Auch die Zusammenarbeit mit R8G Esports wird fortgeführt. Seit Mai 2024 managt R8G die Vitality-Fahrer, zunächst im Kontext des RENNSPORT-Engagements. Diese Struktur bleibt bestehen.
Auf X formulierte Vitality die Richtung klar: „In einer Zeit, in der die Sim-Racing-Szene Unsicherheit erlebt, entscheiden wir uns für Kontinuität. Wir entscheiden uns für Wachstum. Und vor allem entscheiden wir uns für unsere Spieler. Das ist kein Schritt zurück, der Hive wächst.“
Es ist eine bewusste Positionierung. Während sich Teile der Szene neu sortieren, will Vitality Stabilität zeigen.
Neue Namen für neue Ziele
Parallel dazu erweitert die Organisation ihr Line-up. Mit Kaj de Bruin, Antonio Santos und Kylian Drumont stoßen drei weitere Fahrer hinzu.
Das Trio wird in der Gran Turismo World Series antreten, beginnend mit der Auftaktrunde am 28. März in Abu Dhabi. Drumont bringt bereits internationales Gold mit – er gewann 2023 die Goldmedaille bei der Olympic Esports Week im Bereich Gran Turismo.
Damit deckt Vitality mehrere Titel und Plattformen gleichzeitig ab.
Expansion auf mehreren Ebenen
Das Sim-Racing-Commitment reiht sich in eine Phase aktiver Expansion ein. In den vergangenen Wochen stellte Vitality neue Line-ups in CrossFire und PUBG vor, kündigte eine Partnerschaft mit dem französischen Händler E.Leclerc an und stieg in Age of Empires ein.
Sim Racing mag aktuell weniger große Bühnen bieten als andere Disziplinen. Doch Vitality sendet ein Signal: Virtueller Motorsport bleibt Teil der strategischen Ausrichtung.