Was ist das Kelly-Kriterium? Leitfaden zur Wettoptimierung und Kapitalverwaltung

Nicole Mark
Olga Artyushina
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Inhaltsverzeichnis
  1. In aller Kürze:
  2. Was ist das Kelly-Kriterium?
  3. Das Kelly-Kriterium erklärt: Wie die Formel funktioniert
  4. Wann sollte man das Kelly-Kriterium anwenden?
  5. Wann sollte man die Kelly-Strategie nicht anwenden?
  6. Fazit
  7. FAQ
Was ist das Kelly-Kriterium

In aller Kürze:

  • Das Kelly-Kriterium ist eine mathematische Formel zur Ermittlung des optimalen Einsatzbetrags und bietet Sportwettenden eine Möglichkeit, die Wachstumsrate ihres Kapitals nach und nach zu maximieren und gleichzeitig Verluste zu minimieren.
  • Anstatt jeden Euro deines Kapitals gleichwertig zu behandeln, bewertet das Kelly-Kriterium das Wachstum proportional zu deinem aktuellen Kapital.
  • Das Kelly-Wettsystem eignet sich am besten für erfahrene Sportwetter, die sich mit Handicap-Wetten auskennen, verantwortungsbewusste Bankroll-Management-Praktiken anwenden und mit dem Risikomanagement vertraut sind.

Das Kelly-Kriterium gilt als eine der effektivsten Geldmanagementstrategien für viele Arten von Spielern, einschließlich Sportwettenden. Es bietet eine hervorragende Möglichkeit zu vermeiden, dass du zu viel verwettest und deine Bankroll verspielst.

Was ist das Kelly-Kriterium?

Das Kelly-Kriterium ist eine mathematische Formel, anhand derer sich die optimale Einsatzhöhe bestimmen lässt. Sie hilft Sportwettenden dabei, ihr Kapital über einen bestimmten Zeitraum zu maximieren und gleichzeitig Risiken zu minimieren, um einen Totalverlust zu vermeiden.

Neben seiner Anwendung bei Sportwetten kann das Kelly-Kriterium auch für Casinospiele wie Poker und Blackjack verwendet werden, bei denen erfahrene Spieler ihre Gewinnwahrscheinlichkeit mit einem gewissen Maß an Sicherheit einschätzen können.

Das Kelly-Kriterium ist zwar weithin für seine Anwendung bei Sportwetten und Glücksspielen bekannt, hat seinen Ursprung jedoch in der Netzwerktechnologie. Die Formel wurde erstmals in einer wissenschaftlichen Arbeit mit dem Titel „A New Interpretation of Information Rate” vorgestellt.

Das Kelly-Kriterium wurde 1956 von John L. Kelly Jr., einem Forscher bei Bell Labs, verfasst und sollte ursprünglich Probleme im Zusammenhang mit der Signal-Rausch-Optimierung bei der Datenübertragung lösen, um zu bestimmen, wie viele Daten über einen verrauschten Kanal übertragen werden können.

Die Ursprünge mögen kompliziert klingen, doch der Wert der Anwendung des Kelly-Kriteriums auf Glücksspiele und Investitionen wurde später von Claude Shannon, einem Pionier der Informationstechnologie-Theorie, erkannt. Prominente Mathematiker wie Edward Thorp, Autor der Strategiebücher „Beat the Dealer” und „Beat the Market”, erkannten ebenfalls den Wert der Verwendung des Kelly-Kriteriums zur Bestimmung von Einsätzen beim Blackjack und zur Verwaltung von Börsengeschäften.

Das Kelly-Kriterium erklärt: Wie die Formel funktioniert

Das Kelly-Kriterium zielt darauf ab, den logarithmischen Nutzen von Vermögen zu maximieren. Anstatt also jeden Dollar in deinem Kapital gleich zu behandeln, bewertet es das Wachstum proportional zu deinem aktuellen Kapital. Mit anderen Worten: Je mehr Geld du in deinem Kapital hast, desto weniger ist jeder zusätzliche Euro für dich wert, sowohl emotional als auch praktisch.

Die Grundformel des Kelly-Kriteriums lautet wie folgt:

f* = (bp – q) / b

Dabei gilt:

f* = Anteil des Bankrolls, der gesetzt werden soll
b = erhaltene Nettoquote (z. B. bedeutet eine Quote von +100, dass b = 1 ist)
p = Gewinnwahrscheinlichkeit
q = Verlustwahrscheinlichkeit (1 – p)

Nehmen wir also an, du platzierst eine Moneyline-Wette auf Deinen Lieblingsfußballverein mit einer Quote von +100 und schätzt aufgrund deiner Recherchen, dass die Wette eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 55 % hat.

In diesem Fall:

b = 1
p = 0,55
q = 0,45

Daher lautet die Formel für diese Wette wie folgt:

f* = (1 × 0,55 – 0,45) / 1 = 0,10

Gemäß dieser Formel sollte dein Einsatz für diese Wette einem Bruchteil von 0,10 entsprechen, was 10 % deines Kapitals entspricht.

Wann sollte man das Kelly-Kriterium anwenden?

Die Anwendung des Kelly-Kriteriums empfiehlt sich insbesondere dann, wenn man sich gründlich vorbereitet hat, einen klaren Vorteil für sich feststellen kann und die Gewinnwahrscheinlichkeit höher ist als die von den führenden Online-Sportwettenanbietern angebotenen Quoten.

Die Formel ist besonders wertvoll für Sportwettende, die eine verantwortungsbewusste Sportwetten-Strategie mit einem effektiven Bankroll-Management verfolgen – mit dem Ziel, langfristig Renditen zu erzielen und gleichzeitig der Versuchung zu widerstehen, kurzfristige Gewinne anzustreben.

Darüber hinaus minimierst du durch die Verwendung des Kelly-Kriteriums das Risiko, dein Kapital zu verlieren, indem du die Höhe des Einsatzes sowohl anhand der Quoten als auch anhand deines Konfidenzniveaus bestimmst. Beachte jedoch, dass die Verwendung des Kelly-Kriteriums bei Sportwetten nichts für schwache Nerven ist. Du musst die Volatilität, die mit der Verwendung der Formel einhergeht und zu großen Schwankungen deines Kapitals führen kann, verkraften können.

Wann sollte man die Kelly-Strategie nicht anwenden?

Das Kelly-Kriterium ist nicht für jeden geeignet und sollte von neuen Sportwettenden oder Wettenden, die nur über begrenzte Fähigkeiten zur Einschätzung von Sportereignissen verfügen, besser gemieden werden. Wenn du dich mit riskanten Wetten nicht wohlfühlst, kurzfristig große Gewinne anstrebst, nur über ein begrenztes Kapital verfügst oder nur Vermutungen über die Gewinnwahrscheinlichkeit einer Wette anstellst, ist das Kelly-Wettsystem nichts für dich.

Fazit

Die Kelly-Kriterium-Formel ist ein leistungsstarkes Werkzeug, mit dem erfahrene Sportwettende den optimalen Einsatz einer Wette bestimmen können, um ihr Kapital so schnell wie möglich zu vermehren, ohne dabei bankrott zu gehen. Sie ist sehr nützlich für Sportwettende mit Handicap-Kenntnissen, die die Gewinnwahrscheinlichkeit einer Wette bestimmen können und verantwortungsbewusste Spielpraktiken anwenden, um langfristig Gewinne zu erzielen.

Natürlich birgt auch die Anwendung der Kelly-Regel, wie jede Sportwetten-Strategie, Risiken und sollte von Sportwettenden gemieden werden, die sich auf Vermutungen verlassen und über ein begrenztes Kapital verfügen.

FAQ

Was ist die Kelly-Formel?

Die Kelly-Formel kann zur Bestimmung der optimalen Einsatzhöhe angewendet werden und bietet Sportwettenden eine Möglichkeit, die Wachstumsrate ihres Kapitals zu maximieren und gleichzeitig das Risiko massiver Verluste zu minimieren. Das Kelly-Kriterium bietet eine hervorragende Möglichkeit, nicht in die berühmte Fall zu tappen, zu viel zu setzen und dein Kapital zu verspielen.

Wie funktioniert das Kelly-Kriterium?

Das Kelly-Kriterium zielt darauf ab, den logarithmischen Nutzen von Vermögen zu maximieren. Anstatt also jeden Euro deines Kapitals gleich zu behandeln, bewertet es das Wachstum proportional zu deinem aktuellen Kapital.

Wann wendet man das Kelly-Kriterium beim Wetten an?

Das Kelly-Kriterium sollte bestenfalls dann bei Wetten angewendet werden, wenn du dich vorher sorgfältig vorbereitet und erkundigt hast und zu dem Schluss gekommen bist, dass du einen klaren Vorteil hast, d. h. die Gewinnwahrscheinlichkeit höher ist als die vom Sportwettenanbieter angebotenen Quoten. Die Formel ist besonders wertvoll für Sportwettende, die das Ziel haben, langfristig Renditen zu erzielen und gleichzeitig der Versuchung zu widerstehen, kurzfristige Gewinne anzustreben.

Nicole Mark

Autor
Nicole arbeitet nach ihrem Studium der Germanistik, Kunst- und Filmgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg bereits seit 2013 als freiberufliche Content Managerin, Übersetzerin und Texterin . Zudem ist sie als Designerin und WP,- Audio- und Video-Editorin tätig und betreut Personen des öffentlichen Lebens als PR- und Marketing-Managerin. Für Esportsinsider sorgt Nicole dafür, dass unsere Guides und Artikel auch für deutsche Leser präzise, verständlich und leserfreundlich sind.
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